Alte, wie bist du denn drauf?

Blut, Tod, Gewalt und warum ich darüber schreibe

Die Tatsache, dass man Bücher schreibt, klingt für die meisten Menschen erst einmal spannend. Fällt der Begriff „Fantasy“, fallen die Reaktionen bereits gemischt aus. Kommt dann aber noch zur Sprache, dass meine Welten oft düster, gefährlich und blutrünstig sind, genau wie die Geschichten, die ich erzähle, ernte ich oft skeptische Blicke.

Bin ich vielleicht ein brutaler Mensch? Habe ich Freude an Gewalt, Blutvergießen oder Unterdrückung? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber warum schreibe ich dann über solche Themen? Eine gute Frage, die ich in diesem Artikel versuchen möchte, zu beantworten.

Tolkien und die Nazis

Ich möchte zunächst etwas weiter ausholen. Die Bereitschaft, Autoren mit ihren Welten oder ihren Protagonisten gleichzusetzen, hat lange Tradition. Im Jahr 1980 schrieb der Journalist Michael Jovi einen flammenden Kommentar in der ZEIT, in dem er Tolkien Rassismus und Nazi-Ideologien vorwirft, die sich in seinen Werken wiederfänden. Wörtlich heißt es in dem Artikel: „Diese Recken und Elben, wie gleichen sie den reinen Toren der SS, die unwertes Leben vernichten, diese Elbenfrauen, gleich germanischen Göttinnen und reinen Maiden, blond und blauäugig wie die Ideale des BDM!“ (Zitat von Sphärentor).

Tatsächlich ist Mittelerde von einem klaren Schwarz-Weiß-Denken geprägt. Es gibt die Orks und die dunklen Diener Saurons auf der einen, die cleveren Hobbits und strahlenden Elben auf der anderen. Kriege werden gefochten, um das Böse zu besiegen und am Ende triumphieren die tapferen Helden. War Tolkien deswegen ein Rassist? Ist Mittelerde ein Drittes Reich in Fantasy-Optik? Bullshit. Zeit seines Lebens hat Tolkien sich nie durch rassistische Äußerungen hervorgetan, im Gegenteil: In seinen Briefen verurteilte er das Nazi-Regime und deren Ideologie aufs Schärfste. Seine Werke sind inspiriert von Mythen, Heldensagen und Legenden, von Stoffen, die wesentlich älter sind als deren Missbrauch durch die Nazis. Trotzdem haftet Tolkien dieses Vorurteil bis heute an.

Mrs. James‘ geheimer Pornokeller

Eine ähnlich Entwicklung zeigt sich übrigens auch bei zeitgenössischen Romanen, zum Beispiel im Fall von E. L. James, der Autorin der Erotik-Reihe „50 Shades of Grey“. In zahlreichen Interviews musste sich die Autorin pikanten Fragen stellen, ob denn die im Roman detailliert beschriebenen BDSM-Szenen im heimischen Schlafzimmer erprobt wurden oder ob sie vielleicht selbst einen „Raum der Schmerzen“ im Keller habe. Dabei ist E. L. James auch nur eine ganz normale Endvierzigerin mit zwei Söhnen und einem Hund. Ihr Ehemann beschreibt ihr Sexleben sogar als relativ spröde.

„Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben.“
– Maxim Gorkij

Interessanterweise scheint sich dieses Phänomen vor allem auf Fantasy und Erotik-Literatur zu beziehen. Kein Mensch käme auf die Idee, einem Krimi-Autor heimliche Mordgelüste vorzuwerfen. Auch Autoren historischer Romane müssen sich selten mit den Anschuldigen beschäftigen, sie würden sich die spätrömische Dekadenz, die mittelalterliche Inquisition oder die Feudalherrschaft zurückwünschen. Hier gelingt die Trennung zwischen Autor und Fiktion offenbar ziemlich gut.

Der Autor und sein Werk

Natürlich ist eine Trennung zwischen Verfasser und Werk nie zur Gänze möglich. Jeder Autor legt ein Stück von sich in seine Texte, greift Themen auf, die ihn berühren, die ihn beschäftigen, und verarbeitet vielleicht auch eigene Erfahrungen. Tolkien inspirierten die nordischen Mythen und Sagen, E. L. James die Lektüre von „Twilight“ (ehrlich, DAS finde ich viel verstörender als alles andere!) und Thriller-Autoren wie Simon Beckett, John Grisham oder Ferdinand von Schirach haben sich von ihrer eigenen Arbeit als Journalist oder Jurist beeinflussen lassen.

Bei mir verhält es sich nicht anders. Ich ziehe viel Inspiration aus dem Rollenspiel, aus den Welten und Charakteren, die ich dort erschaffe und erlebe, egal ob im Live Rollenspiel oder im Pen-and-Paper. Auch Filme, Romane oder Serien können mich inspirieren, manchmal nur einzelne Motive oder Figuren, manchmal Settings oder Atmosphäre. Und sicherlich trägt auch meine Arbeit hin und wieder dazu bei, meiner Neugier für komplexe Charaktere, ungewöhnliche Lebensgeschichten oder auch menschlichen Abgründen nachzugeben.

Wir sehen also: Ein Autor und sein Roman sind nie unabhängig voneinander zu betrachten, eine gewisse Distanz ist aber angebracht. Nicht alles, was in fiktionalen Geschichten erzählt wird, basiert zwingend auf eigenen Erfahrungen, Wünschen oder heimlichen Gelüsten, manchmal steckt auch mehr dahinter als das.

Kommen wir zur Ausgangsfrage zurück: Warum schreibe ich über brutale Welten, über Kriege, über Schlachten, über Mord und Totschlag?

Das Leben in einer feindlichen Welt

Zum einen liegt dem Ganzen eine durchaus psychologische Motivation zugrunde (ich kann eben auch nicht aus meiner Haut). Wir haben das Glück, in einer demokratischen, freiheitlichen Gesellschaft aufzuwachsen, in der die wenigstens Menschen jemals echten Hunger leiden, um ihr Leben bangen müssen oder Grausamkeit und Willkür ausgesetzt sind. Wir verfügen über ein Sozialsystem, über eine unabhängige Justiz und dürfen frei unsere Meinung kundtun. Sicher ist nicht alles perfekt, was in unserem Land passiert – bei weitem nicht! –, aber die Voraussetzungen, unter denen wir leben, sind eher günstig.

Aber wie ergeht es Menschen, die in einer feindseligen, einer ungerechten, einer bösartigen Welt aufwachsen? Wie arrangieren sie sich damit? Überschreiten sie irgendwann selbst die Grenzen der Moral, um zu überleben? Rebellieren sie gegen die Ungerechtigkeit? Oder arrangieren sie sich schweigend damit und gehorchen?

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einige hochspannende Experimente zum Thema Konformismus und zur Macht von Rollenbildern. Vielleicht habt ihr schon einmal vom Milgram-Experiment gehört. Versuchspersonen nahmen die Rolle eines Lehrers ein und mussten einen Schüler für falsche Antworten mit Elektroschocks bestrafen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter wies die „Lehrer“ immer wieder an, die Dosis der Stromstöße zu erhöhen und weiterzumachen. Die Probanden gehorchten, obwohl sie über Lautsprecher die Schmerzensschreie des Schülers in den Ohren hatten. Über die Hälfte der Teilnehmer erhöhte die Voltzahl sogar auf ein tödliches Niveau. In Wirklichkeit gab es keinen Schüler und die Schmerzenslaute waren nur gespielt. Trotzdem war das Ergebnis erschreckend.

Solche und ähnliche Experimente motivieren mich immer wieder, über die Frage nachzudenken, wie Menschen in Extremsituationen reagieren, welche Optionen sie haben und wie solche Entscheidungen eine Person nachhaltig prägen.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Die Stadt des blutigen Gottes („Opfermond“)

Ghor-el-Chras ist ein erbarmungsloser Ort. Der Blutgott Chras und seine Anhänger diktieren die Regeln für das Zusammenleben, und diese sind denkbar einfach: Der Starke bezwingt den Schwachen. Wer nicht die Kraft hat, sich zu wehren, oder genügend Gold besitzt, ist zum Untergang verdammt. Es gibt keine unabhängige Justiz, die Recht spricht, keine Hilfe für Kranke, keine Almosen. Vor allem Frauen, Angehörige von Minderheiten oder körperlich schwache Menschen leiden unter dem brutalen Regime und haben oft keine Wahl, als sich ihm unterzuordnen.  Was hält die Menschen an diesem Ort? Wie arrangieren sie sich mit den brutalen Regeln? Wie wahren sie ihr Gesicht? Wie rechtfertigen sie ihr Tun, nach innen und nach außen?
Antworten darauf kann ich euch hier und jetzt noch nicht geben, aber ich verspreche euch, ein paar Ideen dazu findet ihr bald in „Opfermond“.


Reale Konflikte in fantastischen Welten

Neben den psychologischen Fragen, die zweifellos spannend sind, bieten auch phantastische Welten die Chance, reale Konflikte und Schwierigkeiten zu thematisieren (wer sich dafür interessiert findet spannende Beiträge in der Blogreihe „Fantastische Realität“). Rassismus, Unterdrückung von Minderheiten, ideologische Feldzüge, Propaganda … all diese Probleme haben auch in der Fantasy Platz, aber natürlich nur in Welten, die Raum dafür bieten. Auch Krieg, Flucht und Neuanfang sind Themen, mit denen wir uns heutzutage vermehrt auseinandersetzen müssen. Warum also nicht auch in fantastischen Werken? Fantastik ist schon lange kein Rückzugsort für Realitätsverweigerer mehr, sondern eine Möglichkeit, Szenarien durchzuspielen, Möglichkeiten zu diskutieren und Themen kritisch zu hinterfragen. Das gilt natürlich auch für unbequeme Themen.

Entscheidend ist dabei die Art und Weise, wie Themen angegangen werden, denn trotz aller Distanz zwischen Werk und Autor darf die vermittelte Botschaft nicht aus den Augen gelassen werden. Wer Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Missbrauch in ein positives Licht rückt, darf sich nicht wundern, wenn er dafür kritisiert wird. Entscheidend ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen – ohne rosarote Brille, aber mit einer klaren Message. Auch Autoren haben eine Verantwortung, gerade bei sensiblen Themen. Man darf über alles schreiben, aber man muss sich der Wirkung dessen bewusst sein, was man transportiert.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Diskriminierung und Terrorismus („Flammenkinder“)

Im Kaiserreich Nuberia herrscht eine klassische Theokratie: Der Kaiser gilt als Inkarnation des Sonnengottes und seine Entscheidungen sind unantastbar. Alle anderen Glaubensrichtungen werden verfolgt und ausgelöscht, allen voran die Ruzemi, ein Volk, das die Göttlichkeit des Kaisers anzweifelt. Um den Völkermord an den Ruzemi zu rechtfertigen, hat die Regierung zahlreiche Gerüchte ins Leben gerufen, und natürlich glaubt das Volk die Propaganda von Kindsmorden, Opferritualen und blutigen Anschlägen. Verfolgt und gejagt sind die Ruzemi gezwungen, ihren Glauben zu verstecken – oder gegen die Unterdrückung zu kämpfen. Aus dem Widerstand formieren sich die „Aschekrieger“, eine Gruppe von Untergrundkämpfern, die das Kaiserregime bis aufs Blut bekämpfen. Wie gehen die Menschen mit der Unterdrückung und Verfolgung um? Wie bewahren sie sich ihren Glauben an das Gute? Und wenn sie ihn verlieren – kann man es ihnen verdenken?


Der Realismus-Anspruch

Last but not least hat auch die Fantasy einen gewissen Anspruch an realistische Darstellung. Das ist ein Punkt, über den sich streiten lässt, ich will ihn aber nicht außen vor lassen. Die Prämissen einer Welt unterliegen immer dem Autor, und selbst wenn man sich wie ein G.R.R. Martin an mittelalterlichen Vorbildern orientiert, muss das nicht heißen, dass man auch Gesellschaftsformen, Frauenbild oder Vorurteile dieser Zeit übernimmt. Warum nicht eine Welt von mittelalterlichem Fortschrittsgrad entwerfen, in der Gleichberechtigung herrscht? Oder eine orientalische Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen voll akzeptiert werden? Alles ist möglich.

Trotzdem muss auch eine fantastische Welt in sich logisch sein – und das schließt auch unangenehme Begebenheiten ein. Kriege, Unterdrückung oder Naturkatastrophen haben ganze Zeitalter geprägt, demnach sollte man sie auch bei Fantasy-Welten nicht ausblenden, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen und Schrecken (auch der Gedanke einer utopischen Welt ohne Krieg und Leid kann natürlich reizvoll sein, das nur am Rande). Krieg zu verharmlosen oder zu verherrlichen ist der größte Fehler, den ein Autor begehen kann. Dabei ist es nicht erforderlich, nur um der Schockeffekte wegen grausige Details darzustellen und nur noch über Blut und Eingeweide zu schreiben, viel wichtiger sind die Auswirkungen auf den Einzelnen, das Psychologische dahinter. Genau das macht eine Geschichte spannend.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Kriegstrauma („Unter einem Banner“)

Der Wunsch nach Expansion und Ausweitung von Ressourcen bringt den König von Serin dazu, Krieg gegen seine nördlichen Nachbarn zu führen. Während das Heer die ersten Grenzposten noch problemlos einnimmt, wird die Belagerung der feindlichen Hauptstadt zum Desaster. Wintereinbruch, Hunger und steigende Verluste machen den Soldaten zu schaffen, senken ihre Moral. Kameraden sterben, die ersten Soldaten begehren auf, desertieren. Was als Triumphzug geplant war, verkommt zu einem Alptraum. Und mitten drin steht Reykan, seines Zeichens königlicher Offizier, und muss sich entscheiden: Folgt er seinem Pflichtgefühl oder seiner Vernunft?


Kommen wir zu einem Fazit. Ja, ich schreibe über Gewalt, über Krieg und darüber, was es mit den Menschen macht. Ich baue Welten, die nicht immer schön sind, oft sogar bedrohlich oder feindselig. Manchmal gewinnt das Gute, manchmal erleide die Helden Rückschläge und manchmal gibt es gar keinen Sieger. Natürlich ist es okay, wenn jemand mit diesen Themen nichts anfangen kann, sich vielleicht unwohl fühlt darüber zu lesen und zu schreiben. Ehrlich, das ist doch das Schöne an der Bücherwelt: Für jeden gibt es den passenden Lesestoff.

Auch für mich gibt es Grenzen, die ich ungern überschreite: Folter, Gewalt gegen Kinder und extrem grausame Todesfälle zum Beispiel. Und noch nie hat explizite, übertrieben Gewaltdarstellung dazu beigetragen, dass ich ein Buch besonders gut fand. Aber kritische Auseinandersetzung mit unangenehmen Themen, psychologische Gedankenspiele und realistischen Weltenbau schreibe ich mir gerne auf die Fahne.

Wie steht es bei euch, verarbeitet ihr solche Themen in euren Werken? Was inspiriert euch dazu? Stören euch Gewaltdarstellungen als Leser? Wo zieht ihr eure persönliche Grenze? Lasst es mich wissen.

6 Kommentare

  1. Ein wundervoller Beitrag über eine Thematik, über die ich mir auch den ein oder anderen Gedanken gemacht habe.
    In den Kurzgeschichten, die ich geschrieben habe, gibt es auch Gewalt, Hass und auch mal einen Mord. Aber es steckt immer etwas dahinter und keinen Charakter geht es um die bloße Gewaltausübung. Die Mörder haben Motive und der Hass einen Grund.

    Mich als Leser stört Gewaltdarstellung dann, wenn sie keinen Zweck in der Geschichte erfüllt und nur da ist, um da zu sein. Ansonsten habe ich auch meine persönliche Grenze, was sehr detaillierte Beschreibungen angeht.

    Ich muss zugeben, dass ich düstere Welten mag und auch gerne über die ‚dunkle Seite‘ schreibe. Es ist faszinierend und wer weiß, vielleicht steckt in jedem von uns auch diese andere Seite, die manchmal einfach gerne raus will 😀
    In jedem Fall dir noch einen schönen Abend. Liebe Grüße, Finnja

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deine netten Worte, Finnja! 🙂

      Mir geht es ähnlich wie dir, ich mag Gewalt nicht, wenn sie um ihrer selbst Willen dargestellt wird. In Büchern erlebe ich das Gott sei Dank nicht so oft (vll. gehe ich den entsprechenden Werken auch einfach aus dem Weg), aber in Filmen stört es mich oft. Ich finde, weniger ist oft mehr – und das, was man nicht zeigt oder en Detail schildert, hat sogar mehr Macht, als das detaillierte Beschreiben von Blut und Gedärmen, die herumfliegen (plakativ formuliert).

      Ich muss zugeben, dass ich düstere Welten mag und auch gerne über die ‚dunkle Seite‘ schreibe. Es ist faszinierend und wer weiß, vielleicht steckt in jedem von uns auch diese andere Seite, die manchmal einfach gerne raus will

      Ja, das kann gut sein. 🙂 Klar hat das „Böse“ auch seinen Reiz, gerade wenn es um die Fragen geht, die du ja auch genannt hast: Warum tut jemand so etwas? Wie gehen Menschen damit um? Was sind ihre Motive, so zu handeln? Das kann richtig spannend sein.

      Gefällt 1 Person

      1. Diese leichte Unwissenheit und nur das Erahnen bestimmter Dinge, machen das Lesen (und Filme schauen) grade noch spannender, wie ich finde. Die eigene Fantasie muss dann die Lücken füllen. Das gefällt mir an solchen ‚Andeutungen‘ und eben nicht genau detaillierten Beschreibungen besonders.
        Vollkommene Zustimmung meinerseits 😀

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  2. Dein Artikel war total interessant zum Lesen. Ich fühle mich auch eher vom Düsteren angezogen. Habe mich auch schon gefragt, ob das Normal ist 😀 Ich habe oben in der Leiste entdeckt, dass du Orient Fantasy schreibst. Ich habe mir früher auch eine solche Welt gebaut, die im Orient angesiedelt ist. Ich habe mich aber nie getraut das Ganze als Roman zu verschriftlichen, weil es mir sehr am Herzen liegt.

    Ich denke Fantasy ist eine wundervolle Basis um diese von dir erwähnten Gedankenexperimente durchzuführen. Immerhin kann man in jede Richtung gehen, die einem beliebt.

    In letzter Zeit wird allerdings der Wunsch in mir immer größer, etwas Düsteres zu schreiben, was in der echten Welt angesiedelt ist. Einfach um die vielen Facetten dieser Welt zu bearbeiten. Das empfinde ich allerdings um ein Vielfaches schwieriger, zwecks realistischer Darstellung, Recherche etc.

    Liebe Grüße, Anja

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    1. Liebe Anja,
      danke für deinen Kommentar. Ich schätze, unter Fantasy-AutorINNen bist du nicht allein mit deinem Interesse an düsteren Themen. Wie du schon sagst, eigene Welten sind eine tolle Basis für Experimente, man kann Charaktere in extreme Situationen bringen und beobachten, wie sie darauf reagieren und vor allem auch daran wachsen. Außerdem braucht es ja ein paar Konflikte, mit denen sich die Helden herumschlagen müssen.

      Ich gebe zu, ich trage mich – genau wie du – auch schon länger mit dem Gedanken, mal etwas Realistisches zu schreiben, vll in die Thriller-Richtung, aber da bin ich auch wesentlich zurückhaltender. Ich denke auch, dass man da in puncto Recherche und Darstellung sehr viel behutsamer vorgehen muss, das darf man nicht unterschätzen.

      Vielleicht zieht es dich ja irgendwann in deine Orientwelt zurück, ich lese solche Geschichten auch sehr gerne.

      LG Elea

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