Autorenleben

Die Kurzgeschichte – Lust oder Laster?

„Eine Kurzgeschichte ist eine Geschichte, an der man sehr lange arbeiten muss, bis sie kurz ist.“
– Vicente Aleixandre

Das Tolle an der Autoren-Community ist ja, es gibt immer spannende Diskussionen. Letzte Woche hat der Kollege Marcus Johanus – dem einen oder anderen vielleicht von den Schreibdilettanten bekannt (wenn nicht, guckt euch die Videos an, sie sind super hilfreich!) – in einem Blogartikel dazu aufgerufen, als Autor Abstand von Kurzgeschichten zu nehmen, und die Twitter-Gemeinde hat intensiv darüber diskutiert.

Vier Argumente stehen für Marcus Johanus im Vordergrund:

  1. Kurzgeschichten rauben wertvolle (Schreib-)Zeit, die besser in Romane investiert wäre.
  2. Kurzgeschichten haben nichts mit Romanen zu tun und schaden sogar einem guten Romanstil, da in Kurzgeschichten bewusst Dinge verschwiegen, weggelassen oder verschleiert werden.
  3. Kurzgeschichten haben eine eingeschränkte Zielgruppe und verkaufen sich nicht gut.
  4. Mit Kurzgeschichten verbrennt man den eigenen Namen und schreckt Verlage eher ab.

So nachvollziehbar Marcus‘ Argumentation in diesen Punkten ist, ich will ihnen trotzdem widersprechen. Nicht, weil ich den Kollegen diskreditieren oder ihm seine Meinung absprechen will, sondern schlichtweg deswegen, weil sich unsere Perspektiven auf dieses Thema stark unterscheiden. Das mag auch am bevorzugten Genre oder der Größenordnung liegen, in der wir denken. Einige Ideen hat auch Frau Schreibseele auf ihrem Blog bereits gut auf den Punkt gebracht.

Zeitfresser Kurzgeschichte?

Schon das erste Argument kann ich persönlich nicht wirklich nachfühlen. Ich empfinde Kurzgeschichten als wesentlich anspruchsvoller als Romane – und wenn ich die Wahl hätte, ich würde immer das Romanschreiben vorziehen. Insofern, keine Gefahr, dass ich mit dem Schreiben einer Kurzgeschichte prokrastiniere. Eher läuft es umgekehrt.

Kurzgeschichten sind für mich Intermezzi, die ich einschiebe, wenn ich eine schöne Ausschreibung finde, wenn ich etwas ausprobieren oder ein lästiges Plotbunny möglichst kurz und knackig loswerden will. Denn mal ehrlich, es mangelt nie an Ideen – aber wenn aus jeder Idee ein Roman würde, dann wäre meine Liste zu schreibender Bücher noch länger, als sie sowieso schon ist. Abgesehen davon kann eine Kurzgeschichte ein toller Auftakt zu einem Roman werden – meine Gay Fantasy „Unter einem Banner“ ist genauso entstanden.

Kurzgeschichte und Roman müssen sich also nicht ausschließen, im Gegenteil. Sie können voneinander profitieren. Zudem kann die Vorstellung, einen ganzen Roman zu schreiben, gerade für Anfänger extrem erdrückend sein. Warum nicht klein anfangen und sich „hoch arbeiten“?

You fail only if you stop writing

Sicherlich sollte man dabei Schreibregeln nie aus den Augen lassen. Kurzgeschichten folgen anderen Strukturen als Romane. Aber mal ehrlich – das tun unterschiedliche Genres auch. Ein Liebesroman schreibt sich anders als ein Thriller oder eine Romanze, trotzdem sind viele Autoren in verschiedenen Genres unterwegs, ohne, dass es ihrem Stil schadet. Warum sollte das also eine Kurzgeschichte tun?

Alle Schriftsteller, die je nach Schreibtipps gefragt wurden, waren sich in einem Punkt einig: Man lernt nur durch das Schreiben. Und ehe man gar nichts schreibt, warum keine Kurzgeschichte, um sich ausprobieren, um zu experimentieren, um neue Perspektiven oder Stile zu testen? Für mich funktioniert das hervorragend. Gerade das Hineinspringen in ein Setting oder in Figurenkonstellationen empfinde ich als tolle Übung, um Szenen zu gestalten, Infodump zu umgehen und nur das Notwendigste zu erzählen. Dinge konkret und zügig auf den Punkt zu bringen, intelligente Konflikte auf kleinem Raum zu gestalten, Settings mit wenigen Worten lebendig werden zu lassen – das alles sind Dinge, die einen Kurzgeschichten lehren.

Brotlose Kunst

Was man sicherlich nicht abstreiten kann, ist die Tatsache, dass sich Kurzgeschichten schlechter verkaufen als Romane. Das ist allerdings auch ein rein deutsches Phänomen, in Amerika haben Short Stories einen wesentlich besseren Stellenwert. Hier beißt sich der Hund also in den Schwanz – lesen die Deutschen keine Kurzgeschichten, weil es keine gibt, oder gibt es keine, weil sie nicht gelesen werden? Diese Frage kann niemand abschließend beantworten.

Fakt ist: In Großverlagen sind Kurzgeschichten und Anthologien kein Thema, im Indie-Bereich hingegen haben sie einen festen Stellenwert. Kleine, feine (Fantastik-)Verlage wie der Verlag Ohneohren, der Art Skript Phantastik Verlag oder auch der Verlag Torsten Low bestechen seit Jahren durch tolle, vielseitige Anthologien, die regelmäßig für den Deutschen Phantastik Preis nominiert werden. Auch im Horror-Genre begegnet man immer wieder tollen Anthologien, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, man denke nur an Stephen King oder die Altmeister H.P. Lovecraft oder Edgar Allan Poe. Es zeigt sich also: Es gibt einen Markt für Kurzgeschichten, sie machen allerdings nicht (mehr) reich.

Schade ist in dem Zusammenhang auch, dass einige Verlage gar keine Honorare für Kurzgeschichten-Beiträge in Anthologien anbieten. Auch wenn wenige Cents pro Exemplar sicher nicht reich machen, es ist eine Wertschätzung der Arbeit, die dahinter steckt. Und Sätze wie „das ist doch tolle Werbung für dich“ hat u.a. Nina George in ihrem offenen Brief an Audible und Lufthansa effizient entkräftet.

Sackgasse oder Tor in die Verlagswelt?

Was ich persönlich nicht glauben kann (auch wenn mir hier die Erfahrung fehlt), ist, dass veröffentlichte Kurzgeschichten einen negativen Effekt bei der Verlagssuche haben. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Verlag einen Autor eher ablehnt, wenn er Kurzgeschichten veröffentlicht hat, als wenn er noch gar keine Veröffentlichung vorweisen kann. Denn, wer in einer Anthologie erscheint, hat sich durch einen Auswahlprozess geboxt, eine Deadline eingehalten, eine Geschichte zu einem vordefinierten Thema geschrieben und an seinem Stil gearbeitet. Wirklich, ihr lieben Verlage und Agenten da draußen, ist das nichts wert? Gar nichts? Ich glaube das nicht.

Tatsächlich kenne ich mehr Beispiele, die für das Gegenteil sprechen: Autoren, die mit Kurzgeschichten gestartet sind und sich im Zuge dessen einen festen Platz erarbeitet haben. Das gilt zum Beispiel für Fabian Dombrowski, der sowohl als Verleger, als auch als Autor im Kurzgeschichten-Bereich unterwegs ist, aber auch für Tanja Rast, Robert von Cube, Markus Cremer und – last but not least – auch für mich selbst. Verlegerin Ingrid Pointecker vom Verlag Ohneohren hat ein paar dieser Karrieren in einem Blogartikel zusammengefasst.

Unabhängig von ihrem Erfolg können Kurzgeschichten also durchaus ein Tor in die (Indie-)Verlagswelt sein. Man lernt Kollegen kennen, Verleger und Verlegerinnen, bekommt die Chance auf Lesungen, auf Messepräsenz oder Online-Leserunden. Auch wenn sich Leser also nicht konkret an den Autorennamen in einer Anthologie erinnern, die persönliche Reichweite und die eigene Erfahrung steigen enorm.

Jede Seite wirkt 

Also, ihr Lieben da draußen: Lasst euch nicht abschrecken. Wenn ihr Lust auf eine Kurzgeschichten-Ausschreibung habt, wenn ihr etwas Abwechslung braucht, wenn ihr euch ausprobieren, experimentieren und Neues wagen wollt, dann ergreift die Chance. Vielleicht wird es nicht euer großer literarischer Durchbruch. Vielleicht werdet ihr nicht reich daran. Vielleicht klappt es nicht einmal mit der Veröffentlichung. Aber mit jeder Seite, die ihr schreibt, sammelt ihr Erfahrung, und mit jeder veröffentlichten Geschichte wächst euer Selbstbewusstsein und eure persönliche Reichweite. Wenn ihr mit Kurzgeschichten dagegen gar nichts anfangen könnt oder euch lieber auf eure Romane konzentriert – nur zu. Hauptsache, ihr hört nicht auf zu schreiben.

Wenn ihr übrigens ein paar tolle, fantastische Kurzgeschichten lesen wollt, schaut doch mal bei den oben erwähnten Verlagen vorbei. Ich bin mir sicher, ihr werdet fündig.

Wie steht es um euch, lest ihr Kurzgeschichten? Schreibt ihr sie gerne oder eher selten? Was fällt euch leichter – lange Erzählungen oder knackige Kurzgeschichten? Lasst es mich wissen.

Hilfe, ich bin langweilig!?

Oder: Man muss nicht in der Pfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben

Schreibe über das, was du kennst. Diesen Tipp hat sicher jeder schon mal irgendwo gelesen und er hat definitiv seine Berechtigung. Als Profi oder wenigstens Amateur in einem Gebiet tut man sicher leichter, Themen korrekt und umfassend darzustellen und einen guten Zugang dazu zu finden. Trotzdem werden die wenigstens Krimis von Polizisten, Anwälten oder Kommissaren geschrieben, sondern von AutorInnen, die sich in die Materie einarbeiten müssen.

Daran findet niemand etwas Verwerfliches – zurecht. Wie Maxim Gorkij einmal sagte: „Man muss nicht in einer Pfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben.“ Als Leser schätzt man Fachkompetenz, aber zu viel Insiderwissen kann der Dramatik einer Story sogar abträglich sein. Immerhin wissen wir alle, dass Polizeiarbeit wesentlich trockener ist als in Krimis dargestellt, aber wir sind froh, dass nicht der Großteil der Kriminalromane davon handelt, wie der Kommissar interne Berichte verfasst. Und wir sind dann doch eher froh, dass Krimiautoren nicht erst einen Mord begehen müssen, um aus der Perspektive eines Mörders zu erzählen.

Diversität und ihre Grenzen?

Heikler wird es dagegen bei Charaktereigenschaften, Persönlichkeit, sexueller Orientierung. Im Netz finden sich immer wieder kritische Kommentare, so wie dieser.

Tweet_GayBoys

Der Wunsch dahinter ist nachvollziehbar. Leser wollen durch Figuren angemessen repräsentiert werden und fühlen sich wohler in dem Wissen, dass der Autor/die Autorin weiß, worüber er/sie schreibt, vornehmlich aufgrund eigener Erfahrung. Sie wollen sich nicht von einem „Outsider“ erklären lassen, wie ihre Welt funktioniert, wie ihre Probleme aussehen oder wie sie damit umzugehen haben. Sie wünschen sich Authentizität.

Hier stoßen wir allerdings auf ein Problem: Würden Autoren nur noch über Protagonisten ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Lebenserfahrung schreiben, wäre die Buchwelt ziemlich eintönig. Sieht man sich den deutschen Buchmarkt an, wäre der durchschnittliche Roman-Protagonist vermutlich ein verheirateter Mittelschicht-Mann in den Dreißigern mit einem Studienabschluss. Vielleicht auch eine Mittelschicht-Frau mit Familie und Teilzeitjob. Sicherlich lässt sich auch daraus eine interessante Geschichte stricken – aber so ganz ohne Diversität wäre der Buchmarkt verdammt langweilig. Am Ende beißt sich der Hund also in den Schwanz, denn gerade Menschen abseits der Norm verdienen es, in Büchern repräsentiert zu werden – das könnte unter dieser Prämisse aber nicht funktionieren.

Als AutorInnen ist es unsere Aufgabe, über den Tellerrand hinauszusehen, uns mit anderen Kulturen und Lebenseinstellungen zu beschäftigen und darüber zu schreiben, doch leider führen Aussagen wie die obere eher dazu, dass Autoren den Mut verlieren und sich doch wieder den üblichen Standards zuwenden. Nach dem Motto: „Ich will niemandem auf den Schlips treten.“

Recherche, Sensibilität und Empathie

Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass (gute) AutorInnen recherchieren. Nicht nur Fakten, sondern auch Erfahrungsberichte, Lebensgeschichten und Einstellungen. Wenn wir über einen Biologielaboranten schreiben, informieren wir uns über seine Arbeit. Wenn wir über einen Menschen mit Depression schreiben, informieren wir uns über seine psychische Störung. Und wenn wir über einen POC-Menschen schreiben, informieren wir uns über Erfahrungen, die er vielleicht gemacht haben könnte. Nichts ersetzt diese Arbeit – sie gehört zum Handwerk wie das Schreiben selbst.

Trotzdem bleiben auch Erfahrungsberichte nur das, was sie sind: individuelle Lebensgeschichten, keine absoluten Wahrheiten. Jeder Mensch ist einzigartig und besonders, die Erfahrungen des einen sind nicht automatisch die Erfahrungen des anderen, ebenso wenig Gefühle oder Vorlieben. Jede Roman-Figur ist ein Individuum und wir sollten uns immer Mühe geben, genau das zu transportieren. Ein guter Roman braucht keine Abziehbilder, sondern echte, authentische Charaktere.

Neben Recherche lautet das Zauberwort also: Empathie und Sensibilität. Ich gebe zu, ich bin in Bezug auf meine Lebensgeschichte ein ausgesprochen langweiliger Mensch. Ich bin weiß, stamme aus einer Akademiker-Familie, hatte nie ein Alkohol- oder Drogenproblem, lebe seit 10 Jahren in einer stabilen, heterosexuellen Beziehung und hatte nie mit dem Tod eines nahen Angehörigen, einer Scheidung oder einer psychischen Krankheit zu kämpfen. Für dieses Glück bin ich verdammt dankbar. Trotzdem gebe ich mir Mühe, diese Themen in meinen Büchern angemessen umsetzen. Ich versuche, authentische Figuren zu entwickeln, mich in sie hinein zu versetzen, mir zu überlegen, wie sie mit Erfahrungen in ihrem Leben umgegangen sind, wie diese sie geprägt haben. Ich kann nicht versprechen, dass mir das immer gelingt, das wäre vermessen. Aber ich tue mein Möglichstes.

Macht Mut, keine Angst!

Deswegen möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für alle AutorInnen brechen, die sich Mühe geben, Diversität in ihren Romanen einen Platz einzuräumen, auch – oder gerade weil! – sie selbst keine eigenen Erfahrungen mit Rassismus, Homophobie oder Sexismus gemacht haben. Seit mutig, stellt euch der Herausforderung – es lohnt sich!

Außerdem möchte alle LeserInnen ermutigen, AutorInnen nicht durch Aussagen wie die oben genannte zu demotivieren, damit schadet ihr letztlich nur euch selbst. Setzt Impulse, sagt, welche Klischees euch stören, gebt AutorInnen Tipps, wie sie sich informieren können. Nur so schaffen wir gemeinsam spannende, tiefgehende Geschichten ohne Klischees, die genauso bunt und vielfältig sind wie das Leben selbst.

Alte, wie bist du denn drauf?

Blut, Tod, Gewalt und warum ich darüber schreibe

Die Tatsache, dass man Bücher schreibt, klingt für die meisten Menschen erst einmal spannend. Fällt der Begriff „Fantasy“, fallen die Reaktionen bereits gemischt aus. Kommt dann aber noch zur Sprache, dass meine Welten oft düster, gefährlich und blutrünstig sind, genau wie die Geschichten, die ich erzähle, ernte ich oft skeptische Blicke.

Bin ich vielleicht ein brutaler Mensch? Habe ich Freude an Gewalt, Blutvergießen oder Unterdrückung? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber warum schreibe ich dann über solche Themen? Eine gute Frage, die ich in diesem Artikel versuchen möchte, zu beantworten.

Tolkien und die Nazis

Ich möchte zunächst etwas weiter ausholen. Die Bereitschaft, Autoren mit ihren Welten oder ihren Protagonisten gleichzusetzen, hat lange Tradition. Im Jahr 1980 schrieb der Journalist Michael Jovi einen flammenden Kommentar in der ZEIT, in dem er Tolkien Rassismus und Nazi-Ideologien vorwirft, die sich in seinen Werken wiederfänden. Wörtlich heißt es in dem Artikel: „Diese Recken und Elben, wie gleichen sie den reinen Toren der SS, die unwertes Leben vernichten, diese Elbenfrauen, gleich germanischen Göttinnen und reinen Maiden, blond und blauäugig wie die Ideale des BDM!“ (Zitat von Sphärentor).

Tatsächlich ist Mittelerde von einem klaren Schwarz-Weiß-Denken geprägt. Es gibt die Orks und die dunklen Diener Saurons auf der einen, die cleveren Hobbits und strahlenden Elben auf der anderen. Kriege werden gefochten, um das Böse zu besiegen und am Ende triumphieren die tapferen Helden. War Tolkien deswegen ein Rassist? Ist Mittelerde ein Drittes Reich in Fantasy-Optik? Bullshit. Zeit seines Lebens hat Tolkien sich nie durch rassistische Äußerungen hervorgetan, im Gegenteil: In seinen Briefen verurteilte er das Nazi-Regime und deren Ideologie aufs Schärfste. Seine Werke sind inspiriert von Mythen, Heldensagen und Legenden, von Stoffen, die wesentlich älter sind als deren Missbrauch durch die Nazis. Trotzdem haftet Tolkien dieses Vorurteil bis heute an.

Mrs. James‘ geheimer Pornokeller

Eine ähnlich Entwicklung zeigt sich übrigens auch bei zeitgenössischen Romanen, zum Beispiel im Fall von E. L. James, der Autorin der Erotik-Reihe „50 Shades of Grey“. In zahlreichen Interviews musste sich die Autorin pikanten Fragen stellen, ob denn die im Roman detailliert beschriebenen BDSM-Szenen im heimischen Schlafzimmer erprobt wurden oder ob sie vielleicht selbst einen „Raum der Schmerzen“ im Keller habe. Dabei ist E. L. James auch nur eine ganz normale Endvierzigerin mit zwei Söhnen und einem Hund. Ihr Ehemann beschreibt ihr Sexleben sogar als relativ spröde.

„Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben.“
– Maxim Gorkij

Interessanterweise scheint sich dieses Phänomen vor allem auf Fantasy und Erotik-Literatur zu beziehen. Kein Mensch käme auf die Idee, einem Krimi-Autor heimliche Mordgelüste vorzuwerfen. Auch Autoren historischer Romane müssen sich selten mit den Anschuldigen beschäftigen, sie würden sich die spätrömische Dekadenz, die mittelalterliche Inquisition oder die Feudalherrschaft zurückwünschen. Hier gelingt die Trennung zwischen Autor und Fiktion offenbar ziemlich gut.

Der Autor und sein Werk

Natürlich ist eine Trennung zwischen Verfasser und Werk nie zur Gänze möglich. Jeder Autor legt ein Stück von sich in seine Texte, greift Themen auf, die ihn berühren, die ihn beschäftigen, und verarbeitet vielleicht auch eigene Erfahrungen. Tolkien inspirierten die nordischen Mythen und Sagen, E. L. James die Lektüre von „Twilight“ (ehrlich, DAS finde ich viel verstörender als alles andere!) und Thriller-Autoren wie Simon Beckett, John Grisham oder Ferdinand von Schirach haben sich von ihrer eigenen Arbeit als Journalist oder Jurist beeinflussen lassen.

Bei mir verhält es sich nicht anders. Ich ziehe viel Inspiration aus dem Rollenspiel, aus den Welten und Charakteren, die ich dort erschaffe und erlebe, egal ob im Live Rollenspiel oder im Pen-and-Paper. Auch Filme, Romane oder Serien können mich inspirieren, manchmal nur einzelne Motive oder Figuren, manchmal Settings oder Atmosphäre. Und sicherlich trägt auch meine Arbeit hin und wieder dazu bei, meiner Neugier für komplexe Charaktere, ungewöhnliche Lebensgeschichten oder auch menschlichen Abgründen nachzugeben.

Wir sehen also: Ein Autor und sein Roman sind nie unabhängig voneinander zu betrachten, eine gewisse Distanz ist aber angebracht. Nicht alles, was in fiktionalen Geschichten erzählt wird, basiert zwingend auf eigenen Erfahrungen, Wünschen oder heimlichen Gelüsten, manchmal steckt auch mehr dahinter als das.

Kommen wir zur Ausgangsfrage zurück: Warum schreibe ich über brutale Welten, über Kriege, über Schlachten, über Mord und Totschlag?

Das Leben in einer feindlichen Welt

Zum einen liegt dem Ganzen eine durchaus psychologische Motivation zugrunde (ich kann eben auch nicht aus meiner Haut). Wir haben das Glück, in einer demokratischen, freiheitlichen Gesellschaft aufzuwachsen, in der die wenigstens Menschen jemals echten Hunger leiden, um ihr Leben bangen müssen oder Grausamkeit und Willkür ausgesetzt sind. Wir verfügen über ein Sozialsystem, über eine unabhängige Justiz und dürfen frei unsere Meinung kundtun. Sicher ist nicht alles perfekt, was in unserem Land passiert – bei weitem nicht! –, aber die Voraussetzungen, unter denen wir leben, sind eher günstig.

Aber wie ergeht es Menschen, die in einer feindseligen, einer ungerechten, einer bösartigen Welt aufwachsen? Wie arrangieren sie sich damit? Überschreiten sie irgendwann selbst die Grenzen der Moral, um zu überleben? Rebellieren sie gegen die Ungerechtigkeit? Oder arrangieren sie sich schweigend damit und gehorchen?

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einige hochspannende Experimente zum Thema Konformismus und zur Macht von Rollenbildern. Vielleicht habt ihr schon einmal vom Milgram-Experiment gehört. Versuchspersonen nahmen die Rolle eines Lehrers ein und mussten einen Schüler für falsche Antworten mit Elektroschocks bestrafen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter wies die „Lehrer“ immer wieder an, die Dosis der Stromstöße zu erhöhen und weiterzumachen. Die Probanden gehorchten, obwohl sie über Lautsprecher die Schmerzensschreie des Schülers in den Ohren hatten. Über die Hälfte der Teilnehmer erhöhte die Voltzahl sogar auf ein tödliches Niveau. In Wirklichkeit gab es keinen Schüler und die Schmerzenslaute waren nur gespielt. Trotzdem war das Ergebnis erschreckend.

Solche und ähnliche Experimente motivieren mich immer wieder, über die Frage nachzudenken, wie Menschen in Extremsituationen reagieren, welche Optionen sie haben und wie solche Entscheidungen eine Person nachhaltig prägen.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Die Stadt des blutigen Gottes („Opfermond“)

Ghor-el-Chras ist ein erbarmungsloser Ort. Der Blutgott Chras und seine Anhänger diktieren die Regeln für das Zusammenleben, und diese sind denkbar einfach: Der Starke bezwingt den Schwachen. Wer nicht die Kraft hat, sich zu wehren, oder genügend Gold besitzt, ist zum Untergang verdammt. Es gibt keine unabhängige Justiz, die Recht spricht, keine Hilfe für Kranke, keine Almosen. Vor allem Frauen, Angehörige von Minderheiten oder körperlich schwache Menschen leiden unter dem brutalen Regime und haben oft keine Wahl, als sich ihm unterzuordnen.  Was hält die Menschen an diesem Ort? Wie arrangieren sie sich mit den brutalen Regeln? Wie wahren sie ihr Gesicht? Wie rechtfertigen sie ihr Tun, nach innen und nach außen?
Antworten darauf kann ich euch hier und jetzt noch nicht geben, aber ich verspreche euch, ein paar Ideen dazu findet ihr bald in „Opfermond“.


Reale Konflikte in fantastischen Welten

Neben den psychologischen Fragen, die zweifellos spannend sind, bieten auch phantastische Welten die Chance, reale Konflikte und Schwierigkeiten zu thematisieren (wer sich dafür interessiert findet spannende Beiträge in der Blogreihe „Fantastische Realität“). Rassismus, Unterdrückung von Minderheiten, ideologische Feldzüge, Propaganda … all diese Probleme haben auch in der Fantasy Platz, aber natürlich nur in Welten, die Raum dafür bieten. Auch Krieg, Flucht und Neuanfang sind Themen, mit denen wir uns heutzutage vermehrt auseinandersetzen müssen. Warum also nicht auch in fantastischen Werken? Fantastik ist schon lange kein Rückzugsort für Realitätsverweigerer mehr, sondern eine Möglichkeit, Szenarien durchzuspielen, Möglichkeiten zu diskutieren und Themen kritisch zu hinterfragen. Das gilt natürlich auch für unbequeme Themen.

Entscheidend ist dabei die Art und Weise, wie Themen angegangen werden, denn trotz aller Distanz zwischen Werk und Autor darf die vermittelte Botschaft nicht aus den Augen gelassen werden. Wer Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Missbrauch in ein positives Licht rückt, darf sich nicht wundern, wenn er dafür kritisiert wird. Entscheidend ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen – ohne rosarote Brille, aber mit einer klaren Message. Auch Autoren haben eine Verantwortung, gerade bei sensiblen Themen. Man darf über alles schreiben, aber man muss sich der Wirkung dessen bewusst sein, was man transportiert.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Diskriminierung und Terrorismus („Flammenkinder“)

Im Kaiserreich Nuberia herrscht eine klassische Theokratie: Der Kaiser gilt als Inkarnation des Sonnengottes und seine Entscheidungen sind unantastbar. Alle anderen Glaubensrichtungen werden verfolgt und ausgelöscht, allen voran die Ruzemi, ein Volk, das die Göttlichkeit des Kaisers anzweifelt. Um den Völkermord an den Ruzemi zu rechtfertigen, hat die Regierung zahlreiche Gerüchte ins Leben gerufen, und natürlich glaubt das Volk die Propaganda von Kindsmorden, Opferritualen und blutigen Anschlägen. Verfolgt und gejagt sind die Ruzemi gezwungen, ihren Glauben zu verstecken – oder gegen die Unterdrückung zu kämpfen. Aus dem Widerstand formieren sich die „Aschekrieger“, eine Gruppe von Untergrundkämpfern, die das Kaiserregime bis aufs Blut bekämpfen. Wie gehen die Menschen mit der Unterdrückung und Verfolgung um? Wie bewahren sie sich ihren Glauben an das Gute? Und wenn sie ihn verlieren – kann man es ihnen verdenken?


Der Realismus-Anspruch

Last but not least hat auch die Fantasy einen gewissen Anspruch an realistische Darstellung. Das ist ein Punkt, über den sich streiten lässt, ich will ihn aber nicht außen vor lassen. Die Prämissen einer Welt unterliegen immer dem Autor, und selbst wenn man sich wie ein G.R.R. Martin an mittelalterlichen Vorbildern orientiert, muss das nicht heißen, dass man auch Gesellschaftsformen, Frauenbild oder Vorurteile dieser Zeit übernimmt. Warum nicht eine Welt von mittelalterlichem Fortschrittsgrad entwerfen, in der Gleichberechtigung herrscht? Oder eine orientalische Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen voll akzeptiert werden? Alles ist möglich.

Trotzdem muss auch eine fantastische Welt in sich logisch sein – und das schließt auch unangenehme Begebenheiten ein. Kriege, Unterdrückung oder Naturkatastrophen haben ganze Zeitalter geprägt, demnach sollte man sie auch bei Fantasy-Welten nicht ausblenden, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen und Schrecken (auch der Gedanke einer utopischen Welt ohne Krieg und Leid kann natürlich reizvoll sein, das nur am Rande). Krieg zu verharmlosen oder zu verherrlichen ist der größte Fehler, den ein Autor begehen kann. Dabei ist es nicht erforderlich, nur um der Schockeffekte wegen grausige Details darzustellen und nur noch über Blut und Eingeweide zu schreiben, viel wichtiger sind die Auswirkungen auf den Einzelnen, das Psychologische dahinter. Genau das macht eine Geschichte spannend.


anfuhrungszeichentimesEigenes Beispiel: Kriegstrauma („Unter einem Banner“)

Der Wunsch nach Expansion und Ausweitung von Ressourcen bringt den König von Serin dazu, Krieg gegen seine nördlichen Nachbarn zu führen. Während das Heer die ersten Grenzposten noch problemlos einnimmt, wird die Belagerung der feindlichen Hauptstadt zum Desaster. Wintereinbruch, Hunger und steigende Verluste machen den Soldaten zu schaffen, senken ihre Moral. Kameraden sterben, die ersten Soldaten begehren auf, desertieren. Was als Triumphzug geplant war, verkommt zu einem Alptraum. Und mitten drin steht Reykan, seines Zeichens königlicher Offizier, und muss sich entscheiden: Folgt er seinem Pflichtgefühl oder seiner Vernunft?


Kommen wir zu einem Fazit. Ja, ich schreibe über Gewalt, über Krieg und darüber, was es mit den Menschen macht. Ich baue Welten, die nicht immer schön sind, oft sogar bedrohlich oder feindselig. Manchmal gewinnt das Gute, manchmal erleide die Helden Rückschläge und manchmal gibt es gar keinen Sieger. Natürlich ist es okay, wenn jemand mit diesen Themen nichts anfangen kann, sich vielleicht unwohl fühlt darüber zu lesen und zu schreiben. Ehrlich, das ist doch das Schöne an der Bücherwelt: Für jeden gibt es den passenden Lesestoff.

Auch für mich gibt es Grenzen, die ich ungern überschreite: Folter, Gewalt gegen Kinder und extrem grausame Todesfälle zum Beispiel. Und noch nie hat explizite, übertrieben Gewaltdarstellung dazu beigetragen, dass ich ein Buch besonders gut fand. Aber kritische Auseinandersetzung mit unangenehmen Themen, psychologische Gedankenspiele und realistischen Weltenbau schreibe ich mir gerne auf die Fahne.

Wie steht es bei euch, verarbeitet ihr solche Themen in euren Werken? Was inspiriert euch dazu? Stören euch Gewaltdarstellungen als Leser? Wo zieht ihr eure persönliche Grenze? Lasst es mich wissen.

Das super-nützliche Autoren-ABC

Die Geschichte der Schreiberei ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Deswegen möchte ich heute nach all den ernsten Artikeln der letzten Wochen einen nicht ganz ernstzunehmenden super-duper- wichtigen Beitrag leisten, um Verständigungsprobleme zwischen Autoren und normalen Menschen zu beheben. Darum kommt hier das ultimative Autoren-ABC.


Anfang, der. Der Moment, in dem sich der Autor entschließt, das Prokrastinieren heute mal ausnahmsweise bleiben zu lassen und die ersten Worte zu Papier zu br… oh, ein Eichhörnchen!

Bunny, das. Auch: Plotbunny. Süßes, flauschiges Häschen mit großen Augen, das nett guckt und dem Autor eine unwiderstehliche Idee zuflüstert, meistens für äonenumspannende Pentalogien, hochkomplexe Intrigengeschichten oder anspruchsvolle E-Literatur. Kommt in der Regel dann, wenn man gerade Besseres zu tun hat oder eine Deadline winkt.

Charakter, der. Fehlt manchen Menschen zwar im echten Leben, sollte im Roman aber vorhanden sein. Literarischer Wegbegleiter, der den Autor in Atem hält und manchmal auch macht, was der von ihm will. Hab ich gehört.

Deadline, die. Vom Autor, Verlag oder Agenten festgesetzter Zeitpunkt, an dem das Manuskript vielleicht unter ganz guten Umständen so annähernd beinahe ganz fertig sein sollte. Macht ein hübsches Geräusch, wenn sie vorbeizieht.

Exposé, das (auch: Grauen, Nemesis). Möglichst stringente, spannende Zusammenfassung des Manuskript-Inhalts, die potentielle Verleger oder Agenten in Beifallsstürme ausbrechen lassen soll. Erfordert gute Nerven, eine robuste Stirn (contra Tischplatte) und möglichst ausrauffeste Haartracht.

Fanfiction, die. Von begeisterten Fans verfasste Geschichten über literarisch bzw. filmisch bekannte Figuren und Realitäten, die ein kreatives Eigenleben entwickeln. Spielplatz für alle Autoren, die ein bisschen Spaß haben wollen.

Gurkensalat, der. Universeller Platzhalter für Namen, Orte, Berufsbezeichnungen oder was auch immer dem … ähm … Gurkensalat gerade nicht einfallen wollte. Sollte vor Veröffentlichung lieber ersetzt werden.

Handlung, die (englisch: Plot). Durchdachter, stringenter, spannender, innovativer Inhalt einer Geschichte. Oder so ähnlich. Wird in der Regel überbewertet.

Indie-Autor/in, der/die. Mutiger Schreiberling, der die Grenzen des Mainstreams überwindet und sich durch den Kleinverlags-Dschungel schlägt oder das Abenteuer „Selbstverlag“ auf sich nimmt.

Jugendsünde, die. Längst vergessenes Erstlingswerk, an das man sich mit einer Mischung aus Nostalgie und Schaudern zurückerinnert. Siehe auch Fanfiction.

Kaffee, der (auch: Lebenselixier). Notwendiges Antriebsmittel für alle Autoren, gerüchteweise bisweilen auch durch Tee oder Alkohol ersetzt.

Love interest, der oder die. Geile Sau, für die der/die Protagonist/in in ewiger Liebe entbrennt. Sollte unter gar keinen Umständen glitzern. Außer, es ist ein Einhorn.

Muse, die. Treulose Tomate, die gerne winkend vorbeizieht, wenn man gerade total viel Zeit und Motivation zum Schreiben hat. Kommt dafür dann, wenn die Steuererklärung oder ein Familienfest winkt. Trotzdem unverzichtbar. Siehe auch Plotbunny.

Nanowrimo, der. Sechste Jahreszeit (nach Karneval), in der Autoren weltweit dem Wahnsinn verfallen, in 30 Tagen mindestens 50.000 Wörter an einem Roman zu schreiben. Geilste Sache der Welt. Großer Bruder vom Camp Nanowrimo.

Obsessiv, Adj. Wie? Wer? Ich? Niemals! Geh weg da, ich muss jetzt schreiben! Sofort! Aaaaah!

Plotloch, das. Logiklücke in der Handlung oder unerwarteter Bruch, an dem es einfach nicht weitergeht. Erfordert meistens etwas Hirnschmalz oder – besser – Austausch mit intelligenten anderen Menschen.

Quatsch, der. Machen Autoren nie, die sind voll ernst. Bester Beweis ist dieser Beitrag.

Rock Bottom, der. Tiefpunkt der Geschichte, an dem es dem Protagonisten so richtig dreckig geht. Gerne begleitet von manischem Lachen oder debilem Grinsen des Autors.

Sieben Punkte, die. Nützliches Konstrukt von Dan Wells zum Konzipieren eines Plots in sieben Schritten. Schöner Leitfaden, an den ich mich am Ende doch wieder nicht halte.

Tintenzirkel, der. Anlaufstelle für Plotfragen, Recherchelücken oder kluge Ratschläge. Bietet auch für Nichtmitglieder eine umfangreiche Sammlung an Recherchefragen von A bis Z.

Ueberraschende Wendung, die. Unerwarteter Twist in der Handlung, den der Autor niemals so geplant hatte. Führt entweder zum perfekten Abschluss oder mitten in ein Plotloch.

Verlag, der. Kuscheliges Buchzuhause, Tor in die Bestseller-Welt oder manchmal auch Autorenhölle. Lebt im Idealfall von motivierten, buchliebenden Menschen mit ganz viel Herzblut.

Wordcount, der. Zielstandsmesser für Autoren, der ihnen zeigt, wie viele Wörter sie heute schon auf Papier gebracht haben. Oder viel eher: Wie viele nicht.

Xylophon, das. Hat mit Schreiben nichts zu tun, fängt aber mit X an und bringt viele Punkte bei Scrabble.

Youtube, das. Informatives Videoportal, ideal für Podcasts, Live-Lesungen, Recherche oder … Ja gut, wir schauen Katzenvideos! Zufrieden?

Zonk, der. Gibt’s für denjenigen, der alles glaubt, was in diesem Beitrag steht.