Opfermond

Der Blutmond naht

Die Mondfinsternis in Mythologie & Fiktion

Am 27. Juli erwartet uns ein besonderes astronomisches Ereignis: die längste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts.

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Foto eines „Blutmonds“

Seit jeher haben Mond- und Sonnenfinsternis Literatur und Mythologie weltweit beeinflusst, denn auch wenn die Mondfinsternis kein besonders seltenes Ereignis ist, so ist sie trotzdem ein außergewöhnlicher Anblick: Sonne, Erde und Mond liegen auf einer geraden Linie, sodass der Mond den Schattenkegel der von der Sonne beleuchteten Erde durchläuft.  Da durch die Erdatmosphäre vor allem rote Anteile des Sonnenlichts gebrochen werden, bleibt der Mond sichtbar und erhält eine rötliche Färbung. Daraus resultiert auch der im Volksmund gebräuchliche Name „Blutmond“.

Ein böses Omen?

Kein Wunder also, dass das „Verschwinden des Mondes“ und seine blutrote Farbe so manchen Menschen zu schauerlichen Geschichten inspiriert hat. In der Weltgeschichte wurde die Mondfinsternis von verschiedenen Völkern als ein böses Omen betrachtet, das als Zeichen für Katastrophen, Kriege oder Krankheiten stehen konnte. So glaubten zum Beispiel die alten Ägypter, dass Seth versuche, den Mond – das Auge Horus – zu stehlen und zu verschlucken. In der Mythologie der Incas hingegen griff ein Jaguar den Mond an und fraß ihn, dadurch erklärten sie sich die blutrote Farbe. Aus Sorge, dass der Jaguar auch die Menschen auf der Erde anfallen könnte, veranstalten die Incas großen Lärm und warfen mit Speeren in den Himmel, um den Jaguar zu vertreiben. Einen weiterer interessanter Brauch findet sich in Mesopotamien und Babylonien: Hier glaubte man, eine Mondfinsternis würde den baldigen Tod des Herrschers vorhersagen. Daher wählte man einen Doppelgänger, der den Herrscher ersetzte, bis die Mondfinsternis vorüber war. Leider wurde der arme Doppelgänger danach ermordet, unabhängig vom Erfolg des Rituals.

Eines haben diese Geschichten trotz ihres unterschiedlichen Ursprungs gemeinsam: Der „Blutmond“ galt als Vorzeichen für schlimme Ereignisse und als übernatürliches Zeichen der Götter.

Von Ritualen, Geistern und Serienmördern

Es überrascht also nicht, dass auch zeitgenössische Filme und Literatur dieses Thema aufgegriffen haben. Schon der Name „Blutmond“ weckt Assoziationen von Mord, Totschlag, geheimen Riten und übersinnlichen Kräften, die Autorinnen und Autoren in verschiedenen Genres immer wieder aufgegriffen haben.

Im Film „Brothers Grimm“ kann die Hexenkönigin ihre Jugend nur bei einem Ritual zurückerlangen, das während einer Mondfinsternis stattfindet – und das die Helden natürlich zu verhindern suchen. Auch in der Serie „American Horror Story: Roanoke“ bekommt die Mondfinsternis eine übersinnliche Komponente: Die Nacht des Blutmonds wird als der Zeitpunkt beschrieben, an dem die Geister der Vergangenheit die Lebenden heimsuchen und nach ihrem Leben trachten. Ähnlich blutrünstig geht es bei Thomas Harris‘ Thriller „Roter Drache“ zu, dessen Verfilmung von 1987 (ja, die gab es, noch ganz ohne Anthony Hopkins) den deutschen Titel „Blutmond“ trägt. Die Mondfinsternis selbst spielt hier zwar keine entscheidende Rolle, stattdessen ergibt sich der Titel als Zusammenspiel der blutigen Taten eines Serienkillers und des Vollmonds als Tatzeitpunkt. Die geweckte Assoziation ist jedoch dieselbe: Mord und Totschlag verbinden sich mit dem übersinnlich angehauchten Motiv des Mondes, eine Kombination, die gut auf Thomas Harris‘ Täter passt. Weniger bekannt ist dagegen die Erzählung „Mondfinsternis“ von Friedrich Dürrenmatt, die als Vorlage zu seinem Drama „Der Besuch der alten Dame“ gilt. Sie erzählt von einem Dorf, das sich bereit erklärt, gegen Geld einen ihrer Bewohner zu exekutieren. Als sich dann während der nächtlichen Hinrichtung der Mond verfinstert, überkommt die Täter Zweifel an ihrem Tun – doch sie lassen nicht davon ab. Auch hier dient die Mondfinsternis als übersinnliches Zeichen, das die Akteure aber nicht von ihrem Verbrechen abbringt.

Neben diesen Beispielen findet der Blutmond auch in verschiedenen Geschichten über Werwölfe, Vampire und Gestaltwandler einen Platz und wird dabei meistens mit negativen Aspekten oder einer großen, mythologischen Bedeutung in Verbindung gebracht.

Blut- und Opfermond

Aber welche Rolle spielt die Mondfinsternis denn nun in „Opfermond“? Nun, das darf ich an dieser Stelle natürlich noch nicht ausplaudern. So viel sei aber verraten: Auch in Ghor-el-Chras, dem Schauplatz von „Opfermond“, gilt das Ereignis als Vorzeichen für etwas ausgesprochen Bedrohliches, das in den Tiefen unter der Stadt lauert.

Und der Opfermond ist nicht mehr fern …


 

Weitere Beiträge zur Bloggerwoche:

22. Juli: Blut- und Opfermond, wenn Fiktion auf Realität trifft | KeJas Blogbuch

23. Juli: Sekten in „Opfermond“ | Myna Kaltschnee

24. Juli: Von Auftragsmördern und Huren: Analyse der Hauptfiguren | Buchdrache

25. Juli: Lieblingsstellen | Team Buchmagie

26. Juli: Opfermond: Prototyp eines Rollenspiels | Nerds gegen Stephan

27. Juli: Live-Lesung mit Elea Brandt & Gewinnspiel | 18 Uhr via Facebook

Eleas Jahresrückblick 2017

Ein ausgesprochen aufregendes und außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, eine kurze Bilanz zu ziehen. Was habe ich 2017 erreicht? Was hat sich literarisch für mich verändert? Was ist noch offengeblieben? Begleitet mich auf einem Streifzug durch das Jahr 2017.

2017Statistik

Das Jahr der Vernetzung

IMG_20170626_075054_794Auch wenn die obigen Zahlen das vielleicht nicht nahelegen, 2017 war ein eher ruhiges Jahr für mich. Weder habe ich mir eine verbindliche Wortzahl gesetzt, noch eine bestimmte Anzahl an fertigzustellenden Manuskripten definiert. Dadurch habe ich 2017 tatsächlich nur einen Roman beendet, was sich nicht sonderlich produktiv anfühlt, zumal drei Fragmente darauf warten, beendet zu werden. Ich hasse unbeendete Dinge. 😉 Beachtet man allerdings, was sonst noch alles passiert ist, ist dieser „Einbruch“ durchaus verständlich.

Das Jahr der Vernetzung

Müsste ich 2017 in einem Wort beschreiben, dann war es für mich das Jahr der Vernetzung. Begonnen hat es im Februar 2017 mit der Einrichtung meines Twitter-Accounts, denn ohne Twitter hätte ich niemals das Nornennetz kennen gelernt, bei dem ich seit Sommer festes Mitglied bin, und auch nicht vom LitCamp in Heidelberg erfahren, das mich mit unheimlich vielen tollen Buchmenschen zusammengebracht hat.

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Im Nachhinein kann ich kaum glauben, dass es eine Zeit gab, in der all diese Menschen nicht zu meinem Leben gehörten – denn die Unterhaltungen mit ihnen, der Austausch und die Diskussion hat mich nicht nur literarisch, sondern auch menschlich weitergebracht. Im Oktober habe ich mich außerdem auf meine erste Buchmesse getraut, mit Buchhändlern und Fans gesprochen und neue Weichen für die Zukunft gestellt.

Natürlich durften auch meine jährlichen sozialen Highlights nicht fehlen, die RPC, das Tintenzirkeltreffen im Schieferpark und der jährliche Buchmesse Convent in Dreieich, auf dem ich dieses Jahr sogar lesen durfte. Ich bin unheimlich glücklich und dankbar, mittlerweile ein so festes Bestandteil der Indie-Phantastik-Szene zu sein und überall bekannte Gesichter zu treffen. Das ist ein großartiges Gefühl.

Der Opfermond geht auf

Opfermond_5Apropos großartig: Natürlich war 2017 auch das Jahr meines Roman-Debüts. Im September ist „Opfermond“ im Mantikore-Verlag erschienen und hat mir schlaflose Nächte, abgekaute Fingernägel und Freudenstürme beschert. Das Gefühl, zum ersten Mal den eigenen Roman in den Händen zu halten und zu signieren, ist kaum in Worte zu fassen. Ich bin auch immer noch absolut überwältigt von der tollen Resonanz, die der Roman erhalten hat, von dem Lob und den großen Worten, die ihr – meine Leser – mir geschenkt habt. Vielen, vielen Dank dafür – ihr seid wundervoll!

Nicht nur „Opfermond“ hat dieses Jahr das Licht der Welt erblickt, es sind auch vier Kurzgeschichten aus meiner Feder in Anthologien erschienen und seit Ende Februar betreibe ich diesen kleinen Blog, der sich zusehends mit Inhalten gefüllt hat. Was sich anfangs noch recht schleppend anfühlte, ist zu einer liebenswerten Routine für mich geworden, und gerade die „Charaktere auf der Couch“-Reihe hat mir großen Spaß gemacht.

Auch literarisch habe ich 2017 vieles gelernt. Gerade befindet sich der dritte Roman im Lektorat und dank der intensiven Zusammenarbeit mit meinen Lektorinnen und Verlegern bzw. Verlegerinnen blicke ich mit ganz neuen Augen auf meine Texte, entdecke alte Fehler und mache neue. 😉 Ich habe in Schreibratgebern geschmökert, Podcasts gehört und mich mit Kolleginnen und Kollegen ausgetauscht. Ich glaube, schön langsam kristallisiert sich eine gewisse Routine für mich heraus, mit der ich gut arbeiten kann. Das heißt aber nicht, dass ich nicht noch ein ganzes Stück besser werden will.

Das Jahr privat

IMG_20171030_160759Privat hat sich mein Leben solide stabilisiert, ich stehe mit beiden Beinen im Brotjob, finanziell bin ich gut abgesichert, nur meine Wohnsituation und das Pendeln schlauchen immer noch. Ich hoffe, da ergibt sich 2018 eine neue Lösung. Mit der 30-Stunden-Stelle bleibt etwas weniger Zeit für das Schreiben, dafür fühle ich mich im Brotjob wesentlich ausgelasteter und besser wertgeschätzt.  Und das ist ja auch wichtig. 😊 Außerdem war zeitlich und finanziell ein toller Venedig-Urlaub drin.

Ausblick – was bringt 2018?

Aber nun verlassen wir 2017 und werfen einen Blick in die Zukunft. Was hält 2018 für mich und für euch bereit? Zwei Romane aus meiner Feder stehen in der Warteschlange und ich freue mich auf beide schon riesig.

Anfang des Jahres wird „Unter einem Banner“ im Dead soft Verlag erscheinen, ein rauer Low Fantasy Roman über Krieg, Verantwortung, Schuld und die Beziehung zwischen zwei ungleichen Männern, die beide mit ihrer Vergangenheit kämpfen. Wer neugierig ist, kann sich noch bis zum 8. Januar für meinen Newsletter anmelden und eine Kurzgeschichte als kleinen Vorgeschmack auf den Roman erhalten.

Im Sommer erscheint dann im Verlag Ohneohren „Sand & Wind“, ein phantastisches, witziges und romantisches Orient-Märchen im Stil von 1001 Nacht mit jede Menge Action und Aladdin-Flair. Auch darauf freue ich mich schon sehr, denn dieser Roman hat mir 2014 meinen bisher produktivsten und gleichzeitig lustigsten Nanowrimo beschert. Ich hoffe, ich kann ein bisschen von dieser Schreibfreude an euch weitergeben.

Vier Anthologien mit Kurzgeschichten aus meiner Feder stehen außerdem in den Startlöchern, ich werde zum ersten Mal die Leipziger Buchmesse besuchen und darf im September auf dem Festival Mediaval, dem größten Mittelalter-Festival Deutschland, aus „Opfermond“ lesen. Wow. Ehrlich, Leute, ich bin schon voll gehyped auf dieses Jahr. Es wird toll!

2018 soll außerdem wieder ein produktives Jahr werden. Vier Romane warten darauf, fertiggestellt zu werden, und vielleicht ergibt sich ja sogar der eine oder andere Vertrag für 2019. The show must go on – und so. Wisst ihr ja.

Prosit Neujahr!

In diesem Sinne, ihr Lieben, danke ich jedem Einzelnen von euch, der mich in diesem turbulenten Jahr unterstützt hat, und hoffe sehr, dass ihr auch nächstes Jahr weiter an meiner Seite seid. Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches, harmonisches und kreatives Jahr 2018, das viele schöne Überraschungen, Momente und Erlebnisse für euch bereithält und euch euren Wünschen und Träumen etwas näherbringt. Ich habe dieses Jahr ein gutes Stück meines Traums gelebt. Ihr könnt das auch!

Alles Liebe und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Elea

[Bericht] Lesung im Drachenzirkel

Hier kommt ein kurzes Lebenszeichen von mir aus der Nanowrimo-Schreibhöhle. Ich möchte es nämlich nicht versäumen, euch von meiner Lesung in der „Steinhauser Einkehr“ in München vor zwei Wochen zu erzählen.

Am 4. November durfte ich zusammen mit meinem Verlags-Kollegen Dominik Schmeller, der gemeinsam mit mir dieses Jahr im Mantikore-Verlag seinen Fantasy-Roman „Das Relikt der Fladrea“ veröffentlich hat, die neu gegründete Fantasy-Lesungsreihe des Drachenzirkel München eröffnen und dort mein Debüt „Opfermond“ vorstellen.

 

Fotos (c) Benedikt Schreiber, Flamboyant Media

 

In den nächsten Monaten werden euch im Drachenzirkel unterschiedliche Fantasy-Autorinnen und -Autoren ihre Werke präsentieren und daraus vorlesen, wenn ihr also aus der Gegend seid, schaut doch mal auf der Facebook-Seite vorbei, dort findet ihr alle Termine.

Da es sich um die Auftaktveranstaltung handelte, war ich zunächst skeptisch, ob wir den Raum würden füllen können, letztlich haben sich aber doch 20 bis 30 Interessierte eingefunden und andächtig gelauscht. Vor allem hat mich der Überraschungsbesuch meiner Familie gefreut, die ohne Ankündigung vorbei kam, um mich zu unterstützen.

 

Meine etwa 30-minütige Lesung aus „Opfermond“ könnt ihr dank der professionellen Technik von Flamboyant Media auch als Youtube-Video ansehen, die Qualität der Aufnahme ist wirklich hervorragend. Und keine Sorge, es gibt keine Spoiler. 🙂

Die Veranstalter und ich freuen uns über euer Feedback.

Eure Elea

[Ankündigung] BuCon & Buchmesse

Nur noch eine Woche, dann öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten – und zum ersten Mal werde ich auch als Debüt-Autorin dabei sein und euch das druckfrische Taschenbuch zu „Opfermond“ präsentieren.

ILLU_Drache_300pxBesonders freue ich mich allerdings auf ein kleines, feines Phantastik-Event, das am 14. Oktober schon zum 32. Mal ganz in der Nähe der Buchmesse stattfindet: der Buchmesse-Convent, kurz „BuCon“.  Der BuCon fühlt sich jedes Jahr an wie ein Klassentreffen, ein Wiedersehen mit tollen Kollegen, Lesern und Phantastik-Größen wie Markus Heitz oder Bernhard Hennen.

Um 11 Uhr lese ich für euch aus „Opfermond“ und bin dann den ganzen Tag mit meinen Kollegen Dominik Schmeller und Mario Steinmetz am Mantikore-Stand anzutreffen. Wenn ihr mich also mit Fragen löchern oder euch ein signiertes Exemplar von „Opfermond“ holen wollt, kommt einfach vorbei. Der Eintritt ist mit 10 € wirklich günstig und es gibt eine schicke Con-Tüte dazu.

Neben meiner Lesung sind auch noch andere liebe Kolleginnen und Kollegen am Start. Direkt nach mir liest meine Kollegin Tanja Ahrens aus ihrem „Drachenkind“, der Verlag Torsten Low stellt den märchenhaften Roman „Herbstlande“ vor und um 13 Uhr bietet euch der Verlag Ohneohren einen Einblick in die „Heimchen am Schwert“ und die „Helden-WG„, in der ich auch mit einem Beitrag vertreten bin.  Außerdem schenkt euch Ann-Kathrin Karschnick ein paar Eindrücke von ihrem „Fluchsammler“ und mein Verlagskollege Mario Steinmetz liest aus seiner blutigen Zombie-Apokalypse „Totes Land„.

Am Sonntag den 15. Oktober mache ich mich dann auf den Weg zur Frankfurter Buchmesse. Ab 14.30 h findet ihr mich auch dort am Mantikore-Stand, aber vielleicht laufen wir uns auch vorher schon über den Weg.

Weil mir der BuCon und seine engagierten Veranstalter besonders am Herzen liegen, kommt hier noch die offzielle Pressemitteilung.


Stars der Fantasy in Dreieich – 32. Festival der phantastischen Literatur zur Frankfurter Buchmesse

Zum 32. Mal treffen sich Fans von Science Fiction & Fantasy auf dem Buchmesse Convent (BuCon), Deutschlands führender Independent-Convention für phantastische Literatur.

Dieses von der Messe unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern findet am 14. Oktober 2017 und damit wie gewohnt parallel zur Frankfurter Buchmesse statt. „Wir mögen zwar nicht so bekannt sein, wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen“, sagt Roger Murmann vom Organisationsteam.

Prominente Gäste sind Grimmepreisträger und „Bernd-das-Brot“-Erfinder Tommy Krappweis, Prof. Dr. Rudolf Simek, Herbert W. Franke, Markus Heitz, Kai Meyer, Tom Finn, Juliane Honisch, TS Orgel, Bernd Perplies, Christian Humberg und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan. Auf phantastischen sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden bieten die Veranstalter für jeden etwas. Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt.

Der Unterschied zum „großen Bruder“ Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das „Du“ pflegt.

Im Foyer bieten Zeichnertische optische Kontraste und eine Kunstausstellung illustriert das geschehen.

Als besondere Ehre wurde der Buchmesse Convent im Jahr 2016 mit dem renommierten „Kurd-Laßwitz-Preis“ ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird (www.kurd-lasswitz-preis.de).

Veranstalter ist eine erfahrene Gruppe langjähriger, in der Phantastik-Szene aktiver Fans in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt sowie dem Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. und den Bürgerhäusern Dreieich.

Es wird demonstriert, das utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss. Bereits George Orwell, H.G. Wells und Jules Verne boten in ihren Werken Visionen und Voraussagen, die heute zur alltäglichen Realität gehören. Und werke, wie das Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ des englischen Professors J.R.R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R.R. Martins Meisterwerk „Game of Thrones“ Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht. Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen. Die Veranstalter zeigen, dass trotz des aktuellen „Star Wars“-Booms das phantastische Buch nicht tot ist, sondern durch den Einsatz moderner Technik, sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom anglo-amerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen.

Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Fan-Sein bedeutet nicht sturer Konsum, sondern kritische Auseinandersetzung mit dem Autor und seinem Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig, als auf dieser messeunabhängigen Traditionsveranstaltung. Kostümierte Besuchermassen wird man auf dieser literarisch orientierten Veranstaltung allerdings vergeblich suchen.

Höhepunkte der Convention ist traditionell die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen „BuCon-Ehrenpreises„.

Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, den 13.10., ab 20 Uhr zum Einstimmungstreffen zusammen. Den Ort findet man auf der Homepage. Am Samstag, den 14.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. „Convention Center“ ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.

Begleitet wird die Veranstaltung von einer gut sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.


Aus dem Programm

Tommy Krappweis und Prof.Dr. Rudolf Simek: Fantasy & Wissenschaft

Der weltweit anerkannte Fachmann für Nordische Mythologie Prof. Rudolf Simek („Lexikon der germanischen Mythologie“) und der Fantasyautor und Filmemacher Tommy Krappweis („Mara und der Feuerbringer“) erzählen auf unterhaltsame und lehrreiche Art, wie man mit wissenschaftlicher Unterstützung eine Fantasytrilogie schreiben und das Ganze auch noch verfilmen kann. Der in dieser Form wohl einzigartige Vortrag in Gestalt eines unterhaltsamen Schlagabtauschs für alle, die sich für nordische Mythologie, Germanen, Phantastik und Historie interessieren, ließ bereits den Vortragsraum auf der Role Play Convention sowie das Literaturzelt auf dem Festival Mediaval aus allen Nähten platzen und kommt nun auf den Buchmesse Convent 2017.

Kai Meyer: Die Spur der Bücher

London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.

Matthias Pätzold: Zukunft der Raumstation – Raumstationen der Zukunft

Die Internationale Raumstation ist das größte Raumfahrtprojekt, das jemals unternommen wurde. Seit 20 Jahren befindet sich der Außenposten im All, von denen allein 14 Jahre für den Aufbau aufgewendet wurden. Zunehmende Altererserscheinungen werfen aber Fragen über ihre Zukunft auf. Über Pläne zur Lebensdauerverlängerung der ISS, sowie neue Raumstationen, wie der sogenannten cislunaren Raumstation, einer möglichen russischen Nachfolgerstation, der chinesischen Raumstation und geplanten kommerziellen Raumstationen berichtet Matthias Pätzold in diesem Vortrag.

Friedhelm Schneidewind: Das neue große Tolkien-Lexikon

J. R. R. Tolkien war nicht der erste Autor, der phantastische Literatur schrieb, und andere haben weitaus mehr Fantasy geschrieben. Doch ist er der unumstrittene Alt- und Großmeister der phantastischen Literatur, der Fantasy überhaupt erst zu einem eigenständigen Genre machte. Spätestens seit den Verfilmungen von Peter Jackson gibt es kaum jemanden, der nicht von Tolkien oder zumindest seinen Werken gehört hat. Tolkien war Sprach- und Literaturwissenschaftler, Professor in Oxford – und zugleich einer der größten Phantasten der Literaturgeschichte. Mit seiner Geschichte um Mittelerde, die Hobbits, Elben und Zwerge, um Gandalf und den »Einen Ring« schuf er einen der umfangreichsten, fantastischsten und schlüssigsten Mythen der Literatur. Tolkiens Werk bietet nicht nur spannende Geschichten, sondern eine komplette eigene Welt mit eigener Kosmogonie, eigener Religion und sogar eigenen Sprachen; die Hintergründe zu kennen und die zahlreichen Einflüsse alter Mythen zu entdecken, schafft einen zusätzlichen Reiz bei Lektüre und Filmgenuss. »Das neue große Tolkien-Lexikon«, im Dezember 2016 erschienen, ist ein Werkzeug, sich im umfangreichen Werk Tolkiens besser zurechtzufinden, Querverbindungen und Hintergründe erkennen und Einflüsse bewerten zu können. Zudem lässt sich auf den über 800 Seiten auch prima schmökern.

Markus Heitz: Wédora-Schatten und Tod

Wédora birgt noch so manches Geheimnis für die Freunde Liothan und Tomeija, die es auf magische Weise in die schwer befestigte Wüstenstadt verschlagen hat. Während Liothan in alte Gewohnheiten verfällt und sich in Wédoras Unterwelt einen Namen macht, wird Tomeija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen. Sie kann nicht ahnen, dass sie bald nicht nur gegen Verbrechen und mörderische Intrigen vorgehen muss, sondern auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen. Doch damit nicht genug: Zwei benachbarte Königreiche rüsten sich zum Krieg, und die neutrale Stadt wird gegen ihren Willen in die Feindseligkeiten verwickelt – und Liothan und Tomeija werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt….“


Informationen, sowie eine ausführliche Programmübersicht mit allen 64 Programmpunkten findet man im Internet unter folgender Adresse: http://www.buchmessecon.de

…oder im Sozialen Netzwerk Facebook: Fanseite, Fangruppe „BuCon-Fans“

Eine umfangreich Fotogalerie mit 216 Aufnahmen zum vergangenen BuCon 2016 findet man hier

„Opfermond“ erscheint als Ebook

Seit gestern ist das Ebook zu „Opfermond“ auf allen gängigen Plattformen erhältlich, so zum Beispiel auf Amazon oder Thalia.

Ich freue mich riesig über meine erste Verlags-Veröffentlichung und bin schon sehr gespannt auf das erste Feedback.

Wenn ihr Lust habt, eines von zwei Ebooks zu gewinnen, dann könnt ihr auf Facebook an einem kleinen Gewinnspiel teilnehmen, folgt dazu einfach diesem Link zu meiner Seite.

Allen Lesern wünsche ich schon mal sehr viel Spaß mit meinem düsteren Buch-Baby! Und für alle Print-Fans: Pünktlich zum Buchmesse Convent und zur Frankfurter Buchmesse könnt ihr auch das Taschenbuch erwerben.

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Elea sagt „Danke“

Ein Beitrag zur Opfermond-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Ihr Lieben, morgen ist es dann soweit und ihr könnt „Opfermond“ offiziell als Ebook erwerben. Ich werde heute versuchen, den Tag über so gut wie möglich zu entspannen und so wenig wie möglich in Panik auszubrechen. 😉 Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, danke zu sagen.

Manche glauben ja, wir Autoren sitzen den ganzen Tag im dunklen Zimmer, schreiben uns die Finger wund und meiden jeden Kontakt zu anderen. Genau das ist aber nicht der Fall. Vom ersten Wort bis zur Veröffentlichung haben mich viele Menschen begleitet und denen möchte ich heute danken.

„Opfermond“ war der erste Roman, den ich im NaNoWriMo geschrieben habe, er war meine erste Verlagsbewerbung und die erste Zusage, die ich erhalten habe. Dass dieser Prozess dermaßen glatt verläuft, ist selten, und das verdanke ich nicht zuletzt den Leuten, die mich im Vorfeld unterstützt haben.

Ein ganz großes Dankeschön gebührt dabei dem Tintenzirkel Fantasyautorenkreis. Zum einen den Mitgliedern, die mich damals durch den Nanowrimo begleitet haben, die mir halfen, meinen Plot zu strukturieren, meine Figuren besser kennen zu lernen und den Roman in der Kürze der Zeit zu Ende zu schreiben. Zum anderen auch jenen, die meine Exposés und Leseproben testgelesen, bewertet und aufpoliert haben, bis sie gut genug waren, einen Verlag zu überzeugen. Ohne den Tintenzirkel hätte ich diesen Grad der Professionalität wohl niemals erreicht.

Intensiv bedanken möchte ich mich auch bei meinen tapferen Beta-Lesern Christopher, Jakob, Markus, Mona und Tim, die sich durch recht abenteuerliche Rohfassungen des Romans gekämpft haben und mich mit ihrem Feedback, ihrer Kritik und ihrem Lob angespornt haben, den Roman weiter zu optimieren. Wenn ich mir heute die Erstversion aus dem Nanowrimo anschaue, war das auch bitter nötig. 😉 Danke, dass ihr das auf euch genommen habt, diese Veröffentlichung ruht nicht zuletzt auf euren Schultern.

Natürlich möchte ich auch dem Mantikore-Verlag und seinem gesamten Team für die Zusammenarbeit danken: meinem Verleger Nic, meiner großartigen Lektorin Nora, Rossitsa und Matthias für das tolle Cover und Hauke, dem ich die wunderschöne Stadtkarte von Ghor-el-Chras verdanke.

Nun, das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, deswegen möchte ich zu guter Letzt den Menschen danken, die meinen Traum vom Autorendasein schon sehr lange mit mir träumen und mich immer in dieser Narretei unterstützt haben. Bei meinen Eltern, die meine Liebe zur Literatur und insbesondere zur Phantastik geweckt haben und nicht müde wurden, mir als Kind einhundert Mal dieselbe Geschichte vorzulesen. Bei meiner Schwester, die sich in phantastischen Welten genauso wohlfühlt wie ich und immer als Ansprechpartner und Inspirationsquelle zur Verfügung steht. Und bei meinem Lebensgefährten, der meinen Schreibwahnsinn nicht nur toleriert, sondern sogar unterstützt und im Zweifel immer zur Stelle ist, wenn es Plotlöcher zu sanieren gibt oder ein Schwertkampf im Wohnzimmer nachgestellt werden muss. Es gibt mir unheimlich viel, dass ihr für mich da seid und meine verrückten Ideen immer unterstützt habt.

So, damit nähert sich die Release-Woche auch schon dem Ende. Morgen gibt es dann das große Finale mit einem exklusiven Gewinnspiel, also schaut auf jeden Fall noch mal vorbei. Außerdem wird bei Yvonne vom Buchbahnhof im Rahmen ihrer Nostalgie-Reihe ein kleines Interview erscheinen, in dem ich über mein liebstes Jugendbuch geplaudert habe.

Stay tuned. Wir sehen uns dann morgen.

Eure Elea

Glaube in Ghor-el-Chras

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Am Montag haben wir schon ein wenig über Politik geredet, heute geht um ein zweites, großes Thema: Religion.

Glaube und Politik sind in Ghor-el-Chras eng verwoben. Der Glaube an den Kriegs- und Blutgott ist allgegenwärtig und bestimmt das Leben aller Menschen in der Stadt. Barmherzigkeit oder Gnade sind dem Herrn des Blutes fremd, er belohnt nur die Starken, jene, die sich nehmen, was sie begehren, und die Schwachen unter sich knechten. Selbstjustiz, Sklaverei und Unterdrückung werden in Ghor-el-Chras dadurch salonfähig.

Eifersüchtig wacht die Kirche über ihre Vorherrschaft und verurteilt die kultische Verehrung jeder anderen Gottheit als Ketzerei. Ausgenommen davon sind die Daimonen, Schutzgeister, die das einfache Volk zu verschiedenen Anlässen anruft und ihnen kleine Opfer darbringt. Jeder Straßenzug, jede Gilde, jede große Familie verehrt ihren eigenen Daimon, sodass in Ghor-el-Chras Hunderte Schutzgeister existieren.

Wollt ihr wissen, welcher Daimon der richtige für euch wäre? Dann macht doch einfach diesen simplen Test und findet es heraus. 🙂

Klicke hier, um zur Seite zu kommen

Ich freu mich auf eure Ergebnisse. Oh, und nehmt das Ganze lieber nicht zu ernst. 😉

Glaube

Charaktervorstellung Idra, Teil 2

Ein Beitrag zur Opfermond-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Idra durftet ihr ja gestern schon ein wenig kennen lernen, heute ergänze ich ihren Steckbrief durch eine kleine Szene.

Idra ist ein Kind des Sha-Quai und ist in den staubigen Gassen geboren und aufgewachsen. Sie kennt ihren Teil des Armenviertels nahezu auswendig und manche Ecken bergen alte Erinnerungen.

Aber lest selbst.

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Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

Charaktervorstellung Idra

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Varek habt ihr nun besser kennengelernt, heute möchte ich euch die zweite Hauptfigur aus „Opfermond“ vorstellen: die Straßenhure Idra. Das wundervolle Porträt stammt wieder von der talentierten Guddy Hoffmann-Schönborn (Fried Phoenix Geekblog).

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Idra ist ursprünglich als Rollenspiel-Charakter für „Das schwarze Auge“ entstanden, hat sich dann aber ziemlich schnell in diesen Roman geschlichen. Aus dem Südquartier Gareths ist sie ins Armenviertel von Ghor-el-Chras umgezogen, an ihrem losen Mundwerk und ihren laxen Manieren hat sich dabei nicht viel geändert.

Idra ist neunzehn Jahre alt und mit ihrem flammendroten Haar ist sie eine echte Exotin in den Straßen von Ghor-el-Chras. Angeblich hat sie diese Besonderheit ihrem Vater zu verdanken, doch dem ist sie nie begegnet.

Idra hat ihr ganzes Leben im schlechtesten Viertel der Stadt verbracht und hat nie etwas anderes kennengelernt als den Gestank und das Elend in den Straßen des Sha-Quai. Trotzdem hat sich Idra ihren Stolz bewahrt und beschlossen, vor niemandem zu kriechen, auch nicht vor der Obrigkeit oder ihrem brutalen Zuhälter. So erträgt sie das Leben, zu dem sie verdammt ist, mit so viel Würde wie möglich – und hofft im Stillen, die Stadt irgendwann verlassen zu können, um neu anzufangen.

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Auch wenn sie es nie zugeben würde, hat Idra ein gutes Gespür für Schönheit: für die ruhigen Momente bei Sonnenaufgang, für den Duft von Jasminblüten und den Geschmack von frischem Fladenbrot. Außerdem hat sie ein gutes Auge für Wertsachen. Das Wichtigste in ihrem Leben bleibt aber ihr einziger Freund, der Strichjunge Djarid. Denn Freunde sind kostbar im Sha-Quai.

Morgen gibt es noch einen kurzen Textschnipsel zu Idra, der ihr Leben im Armenviertel ein bisschen deutlicher illustriert.

Idra hat sich übrigens vor einer Weile in einem Interview mit zwei weiteren Roman-Figuren aus meiner Feder über Frauenrollen, Vorbilder und ihre Definition von Stärke unterhalten. Den Beitrag findet ihr hier: Ladies‘ talk: Starke weibliche Charaktere

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

 

 

Charaktervorstellung Varek: Teil 2

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Gestern hab ich euch ja schon ein bisschen etwas über Varek erzählt (oder er über sich), heute möchte ich das Ganze mit einer kleinen Textstelle illustrieren.

Varek ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Profession als Auftragsmörder, ein klassischer Einzelgänger. Da die Bürger von Ghor-el-Chras ohnehin nur Abschaum in ihm sehen, hält er sich vorrangig an Leute, die man bezahlen kann: Diener, Rauschkrauthändler und Prostituierte.

Glück ist etwas, das sich ein Unbestechlicher nicht leisten kann, doch mit der richtigen Menge Rauschmittel kann Varek zumindest eine Weile in schönen Erinnerungen schwelgen. Aber lest selbst.

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Morgen widmen wir uns dann der zweiten Hauptfigur aus „Opfermond“ – der Straßenhure Idra.

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.