Opfermond

„Opfermond“ erscheint als Ebook

Seit gestern ist das Ebook zu „Opfermond“ auf allen gängigen Plattformen erhältlich, so zum Beispiel auf Amazon oder Thalia.

Ich freue mich riesig über meine erste Verlags-Veröffentlichung und bin schon sehr gespannt auf das erste Feedback.

Wenn ihr Lust habt, eines von zwei Ebooks zu gewinnen, dann könnt ihr auf Facebook an einem kleinen Gewinnspiel teilnehmen, folgt dazu einfach diesem Link zu meiner Seite.

Allen Lesern wünsche ich schon mal sehr viel Spaß mit meinem düsteren Buch-Baby! Und für alle Print-Fans: Pünktlich zum Buchmesse Convent und zur Frankfurter Buchmesse könnt ihr auch das Taschenbuch erwerben.

Opfermond_Cover

Elea sagt „Danke“

Ein Beitrag zur Opfermond-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Ihr Lieben, morgen ist es dann soweit und ihr könnt „Opfermond“ offiziell als Ebook erwerben. Ich werde heute versuchen, den Tag über so gut wie möglich zu entspannen und so wenig wie möglich in Panik auszubrechen. 😉 Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, danke zu sagen.

Manche glauben ja, wir Autoren sitzen den ganzen Tag im dunklen Zimmer, schreiben uns die Finger wund und meiden jeden Kontakt zu anderen. Genau das ist aber nicht der Fall. Vom ersten Wort bis zur Veröffentlichung haben mich viele Menschen begleitet und denen möchte ich heute danken.

„Opfermond“ war der erste Roman, den ich im NaNoWriMo geschrieben habe, er war meine erste Verlagsbewerbung und die erste Zusage, die ich erhalten habe. Dass dieser Prozess dermaßen glatt verläuft, ist selten, und das verdanke ich nicht zuletzt den Leuten, die mich im Vorfeld unterstützt haben.

Ein ganz großes Dankeschön gebührt dabei dem Tintenzirkel Fantasyautorenkreis. Zum einen den Mitgliedern, die mich damals durch den Nanowrimo begleitet haben, die mir halfen, meinen Plot zu strukturieren, meine Figuren besser kennen zu lernen und den Roman in der Kürze der Zeit zu Ende zu schreiben. Zum anderen auch jenen, die meine Exposés und Leseproben testgelesen, bewertet und aufpoliert haben, bis sie gut genug waren, einen Verlag zu überzeugen. Ohne den Tintenzirkel hätte ich diesen Grad der Professionalität wohl niemals erreicht.

Intensiv bedanken möchte ich mich auch bei meinen tapferen Beta-Lesern Christopher, Jakob, Markus, Mona und Tim, die sich durch recht abenteuerliche Rohfassungen des Romans gekämpft haben und mich mit ihrem Feedback, ihrer Kritik und ihrem Lob angespornt haben, den Roman weiter zu optimieren. Wenn ich mir heute die Erstversion aus dem Nanowrimo anschaue, war das auch bitter nötig. 😉 Danke, dass ihr das auf euch genommen habt, diese Veröffentlichung ruht nicht zuletzt auf euren Schultern.

Natürlich möchte ich auch dem Mantikore-Verlag und seinem gesamten Team für die Zusammenarbeit danken: meinem Verleger Nic, meiner großartigen Lektorin Nora, Rossitsa und Matthias für das tolle Cover und Hauke, dem ich die wunderschöne Stadtkarte von Ghor-el-Chras verdanke.

Nun, das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, deswegen möchte ich zu guter Letzt den Menschen danken, die meinen Traum vom Autorendasein schon sehr lange mit mir träumen und mich immer in dieser Narretei unterstützt haben. Bei meinen Eltern, die meine Liebe zur Literatur und insbesondere zur Phantastik geweckt haben und nicht müde wurden, mir als Kind einhundert Mal dieselbe Geschichte vorzulesen. Bei meiner Schwester, die sich in phantastischen Welten genauso wohlfühlt wie ich und immer als Ansprechpartner und Inspirationsquelle zur Verfügung steht. Und bei meinem Lebensgefährten, der meinen Schreibwahnsinn nicht nur toleriert, sondern sogar unterstützt und im Zweifel immer zur Stelle ist, wenn es Plotlöcher zu sanieren gibt oder ein Schwertkampf im Wohnzimmer nachgestellt werden muss. Es gibt mir unheimlich viel, dass ihr für mich da seid und meine verrückten Ideen immer unterstützt habt.

So, damit nähert sich die Release-Woche auch schon dem Ende. Morgen gibt es dann das große Finale mit einem exklusiven Gewinnspiel, also schaut auf jeden Fall noch mal vorbei. Außerdem wird bei Yvonne vom Buchbahnhof im Rahmen ihrer Nostalgie-Reihe ein kleines Interview erscheinen, in dem ich über mein liebstes Jugendbuch geplaudert habe.

Stay tuned. Wir sehen uns dann morgen.

Eure Elea

Glaube in Ghor-el-Chras

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Am Montag haben wir schon ein wenig über Politik geredet, heute geht um ein zweites, großes Thema: Religion.

Glaube und Politik sind in Ghor-el-Chras eng verwoben. Der Glaube an den Kriegs- und Blutgott ist allgegenwärtig und bestimmt das Leben aller Menschen in der Stadt. Barmherzigkeit oder Gnade sind dem Herrn des Blutes fremd, er belohnt nur die Starken, jene, die sich nehmen, was sie begehren, und die Schwachen unter sich knechten. Selbstjustiz, Sklaverei und Unterdrückung werden in Ghor-el-Chras dadurch salonfähig.

Eifersüchtig wacht die Kirche über ihre Vorherrschaft und verurteilt die kultische Verehrung jeder anderen Gottheit als Ketzerei. Ausgenommen davon sind die Daimonen, Schutzgeister, die das einfache Volk zu verschiedenen Anlässen anruft und ihnen kleine Opfer darbringt. Jeder Straßenzug, jede Gilde, jede große Familie verehrt ihren eigenen Daimon, sodass in Ghor-el-Chras Hunderte Schutzgeister existieren.

Wollt ihr wissen, welcher Daimon der richtige für euch wäre? Dann macht doch einfach diesen simplen Test und findet es heraus. 🙂

Klicke hier, um zur Seite zu kommen

Ich freu mich auf eure Ergebnisse. Oh, und nehmt das Ganze lieber nicht zu ernst. 😉

Glaube

Charaktervorstellung Idra, Teil 2

Ein Beitrag zur Opfermond-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Idra durftet ihr ja gestern schon ein wenig kennen lernen, heute ergänze ich ihren Steckbrief durch eine kleine Szene.

Idra ist ein Kind des Sha-Quai und ist in den staubigen Gassen geboren und aufgewachsen. Sie kennt ihren Teil des Armenviertels nahezu auswendig und manche Ecken bergen alte Erinnerungen.

Aber lest selbst.

Opfermond_Idra_Schnipsel

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

Charaktervorstellung Idra

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Varek habt ihr nun besser kennengelernt, heute möchte ich euch die zweite Hauptfigur aus „Opfermond“ vorstellen: die Straßenhure Idra. Das wundervolle Porträt stammt wieder von der talentierten Guddy Hoffmann-Schönborn (Fried Phoenix Geekblog).

Idra_GuddyPortrait

Idra ist ursprünglich als Rollenspiel-Charakter für „Das schwarze Auge“ entstanden, hat sich dann aber ziemlich schnell in diesen Roman geschlichen. Aus dem Südquartier Gareths ist sie ins Armenviertel von Ghor-el-Chras umgezogen, an ihrem losen Mundwerk und ihren laxen Manieren hat sich dabei nicht viel geändert.

Idra ist neunzehn Jahre alt und mit ihrem flammendroten Haar ist sie eine echte Exotin in den Straßen von Ghor-el-Chras. Angeblich hat sie diese Besonderheit ihrem Vater zu verdanken, doch dem ist sie nie begegnet.

Idra hat ihr ganzes Leben im schlechtesten Viertel der Stadt verbracht und hat nie etwas anderes kennengelernt als den Gestank und das Elend in den Straßen des Sha-Quai. Trotzdem hat sich Idra ihren Stolz bewahrt und beschlossen, vor niemandem zu kriechen, auch nicht vor der Obrigkeit oder ihrem brutalen Zuhälter. So erträgt sie das Leben, zu dem sie verdammt ist, mit so viel Würde wie möglich – und hofft im Stillen, die Stadt irgendwann verlassen zu können, um neu anzufangen.

IdraCharakter

Auch wenn sie es nie zugeben würde, hat Idra ein gutes Gespür für Schönheit: für die ruhigen Momente bei Sonnenaufgang, für den Duft von Jasminblüten und den Geschmack von frischem Fladenbrot. Außerdem hat sie ein gutes Auge für Wertsachen. Das Wichtigste in ihrem Leben bleibt aber ihr einziger Freund, der Strichjunge Djarid. Denn Freunde sind kostbar im Sha-Quai.

Morgen gibt es noch einen kurzen Textschnipsel zu Idra, der ihr Leben im Armenviertel ein bisschen deutlicher illustriert.

Idra hat sich übrigens vor einer Weile in einem Interview mit zwei weiteren Roman-Figuren aus meiner Feder über Frauenrollen, Vorbilder und ihre Definition von Stärke unterhalten. Den Beitrag findet ihr hier: Ladies‘ talk: Starke weibliche Charaktere

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Charaktervorstellung Varek: Teil 2

Ein Beitrag zur Opfermond-Releasewoche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Gestern hab ich euch ja schon ein bisschen etwas über Varek erzählt (oder er über sich), heute möchte ich das Ganze mit einer kleinen Textstelle illustrieren.

Varek ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Profession als Auftragsmörder, ein klassischer Einzelgänger. Da die Bürger von Ghor-el-Chras ohnehin nur Abschaum in ihm sehen, hält er sich vorrangig an Leute, die man bezahlen kann: Diener, Rauschkrauthändler und Prostituierte.

Glück ist etwas, das sich ein Unbestechlicher nicht leisten kann, doch mit der richtigen Menge Rauschmittel kann Varek zumindest eine Weile in schönen Erinnerungen schwelgen. Aber lest selbst.

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Morgen widmen wir uns dann der zweiten Hauptfigur aus „Opfermond“ – der Straßenhure Idra.

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

Charaktervorstellung: Varek

Ein Beitrag zur Opfermond-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

Heute möchte ich euch Varek vorstellen, den (Anti-)Helden aus „Opfermond“. Er war von Anfang an Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, die Figur, mit der alles begonnen hat.

Das wunderschöne Charakter-Porträt stammt von der großartigen Guddy Hoffmann-Schönborn (Fried Phoenix Geekblog).

Varek_GuddyPortrait

Varek gehört den „Unbestechlichen“ an, einem Orden von Spionen und Auftragsmördern. Die Anhänger des Ordens werden hervorragend bezahlt, gleichzeitig ist es ihnen verboten, zu heiraten, politische Ämter zu bekleiden oder in anderer Weise am öffentlichen Leben teilzuhabe. Deswegen gelten sie auch als unbestechlich. Da die Assassinen durch einen blutmagischen Schwur an den Orden gebunden werden, ist es auch keine gute Idee, gegen die Regeln zu verstoßen – Renegaten haben in der Regel eine sehr kurze Lebensdauer.

Eben das ist der Grund, weshalb Varek diesem Orden immer noch dient, denn eigentlich verabscheut er seine Tätigkeit. Was ihn dazu gezwungen hat, den Unbestechlichen beizutreten, will ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Und ebenso wenig, warum Varek die Dunkelheit mehr fürchtet als alles andere.

VarekCharakter

Ursprünglich stammt Varek übrigens aus Irhassar, einer Stadt in den Bergen, weit weg vom Trubel der Hauptstadt. Nach Ghor-el-Chras führte ihn der Wunsch nach Ruhm, Ansehen und Ehre für seine Familie – doch am Ende war genau das Gegenteil der Fall.

Leider ist Varek nicht sonderlich gesprächig, ein typischer Einzelgänger eben. Auf meiner Couch hat er sich trotzdem ein paar Informationen aus der Nase ziehen lassen: Varek auf der Couch

Morgen gibt es einen kurzen Textschnipsel zu Varek und noch ein paar Eindrücke von seinem Leben als Unbestechlicher.

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

 

Intrigen, Korruption & Gewalt – Politik in Ghor-el-Chras

Ein Beitrag zur „Opfermond“-Release-Woche

Am 11. September erscheint mein Fantasy-Debüt „Opfermond“ als Ebook. Eine Woche lang werden deswegen auf meinem Blog thematisch passende Beiträge erscheinen.

In drei Wochen stehen die Bundestagswahlen an und viele Menschen in Deutschland tragen sich mit dem Gedanken, nicht zu wählen. Sie fühlen sich von den herrschenden Parteien nicht repräsentiert, interessieren sich nach eigener Aussage nicht für Politik oder haben den Eindruck, mit ihrer Stimme ohnehin nichts bewegen zu können. Freie, demokratische Wahlen sind ein derart fester Bestandteil unseres politischen Systems geworden, dass viele deren große Bedeutung gar nicht mehr wirklich erfassen können oder zu schätzen wissen.

Politik & Fantasy

Fantasy-Romanen wird oft vorgeworfen, sie würden sich nicht mit realen Problemen befassen, doch im Grunde ist genau das Gegenteil der Fall. Fantasy kann sehr politisch sein, manchmal mehr, manchmal weniger.

Für „Opfermond“ habe ich mir ganz bewusst die Frage gestellt: Was wäre, wenn es in einer Gesellschaft so etwas wie freie Wahlen niemals gegeben hätte? Wenn es keine unabhängige Justiz gäbe, keine gerechten Gesetze, an denen Menschen sich orientieren? Wenn sich das System nicht nach den freiheitlich-demokratischen Regeln des Zusammenlebens richtet, sondern gnadenlos jeden unterdrückt, der nicht ins Raster passt? Traurigerweise gibt es solche Zustände auch in unserer Welt nach wie vor, für „Opfermond“ habe ich diese Verhältnisse aber noch einmal bewusst überzeichnet.

Falls euch das Thema „Fantasy & Politik“ übrigens grundlegend interessiert, vor einem halben Jahr gab es eine spannende Blogreihe mit einigen Beiträgen zum Thema. Eine Übersicht findet ihr hier.

Im Zeichen des Blutigen Gottes

Werfen wir einen genaueren Blick auf die politischen Verhältnisse in „Opfermond“. Das Shai und dessen Hauptstadt, Ghor-el-Chras, sind durch und durch feindselig. Es gibt kein Sozialwesen, keine Hilfe für Bedürftige, keine ehrliche Rechtsprechung.

Das System ist theokratisch, das heißt an der Spitze steht der Hohepriester des Gottes Chras, dessen Kirche und Religion das Leben der Menschen extrem beeinflusst. Chras ist ein Blut- und Kriegsgott, dargestellt als muskulöser Mann mit dem Kopf eines Stieres, seine Insignien sind Schwert und Geißel. Wer Chras anbetet, glaubt an die uneingeschränkte Macht des Stärkeren. Der Starke darf den Schwachen unterdrücken, ausbeuten oder bekriegen, solange dieser sich nicht zu wehren weiß. Damit rechtfertigt die Gesellschaft nicht nur Sklaverei, sondern auch die Unterdrückung der Frau, der Kranken und Bedürftigen. Es ist ein brutales und zugleich erschreckend einfaches System. Es erfordert kein Mitgefühl, kein Verständnis und keine Barmherzigkeit, sondern fördert Egoismus und Einzelgängertum.

Ehre und Familie

Das Einzige, das neben der persönlichen Stärke zählt, ist die Familienehre. Der Status einer Familie lässt sich bereits an der Art des Namens erkennen. Wer aus einfachem Hause stammt, setzt ein „ther“ vor den Familiennamen, gut betuchte Familien ein „sin“ und die acht einflussreichsten Familien der Stadt ein „dai“. Für die meisten Menschen in der Stadt zählt die Ehre der Familie mehr als ihr persönliches Wohl, denn wo zwischen einzelnen Parteien Missgunst, Hass und Gewalt schwelt, halten die Familien in der Regel zusammen. Neid, Missgunst und Verleumdung greifen aber trotzdem überall um sich, wo es um Macht und Einfluss geht.

Der Rat der Acht

Apropos Einfluss. Während der Hohepriester als nominelles Oberhaupt der Stadt Ghor-el-Chras gilt, liegt die wahre Macht beim Rat der Acht, einem Gremium aus den Patriarchen (oder Matriarchinnen) der acht wichtigen Familien. Da diese Familien zudem ein Gewerbe unter sich vereinen, gelten die Vertreter im Rat der Acht nicht nur als Familienoberhaupt, sondern auch als Kopf der acht großen Gilden.

RatDerAcht

Zusammensetzung im Rat der Acht

Im Rat der Acht werden die wichtigen Entscheidungen für die Stadt getroffen und natürlich versucht jede Partei, das Beste für sich herauszuschlagen. Intrigen, Sabotage und Attentate sind demnach an der Tagesordnung, denn wenn es eines gibt, das mächtige Menschen immer wollen, dann ist es noch mehr Macht.

Die Viertel

Unter dem Rat der Acht stehen die drei Verwalter der großen Viertel, die Bari. Ghor-el-Chras besteht aus drei Ringen, die nach innen schmäler werden. Auf dem höchsten, innersten Punkt der Stadt thront der Tempel des Chras, daran schließt sich das Sha-Amin an, das Viertel der Reichen, in dem nur die acht großen Familien leben. Das Sha-Nuri beherbergt die normalen Bürger, Handwerker und  Händler und gilt als wirtschaftliches Zentrum der Stadt. Hier liegen der Basar, die Arena und die großen, wichtigen Märkte. Der äußerste Ring ist das Sha-Quai, das Armenviertel der Stadt, in der das Leben beileibe kein Zuckerschlecken ist. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft also weit auseinander: Wo die Vermögenden in ihrem eigenen, abgeschotteten Viertel in Luxus schwelgen, kämpfen die Armen jeden Tag ums Überleben und sehen sich obendrein der Willkür der Reichen ausgesetzt. Ein Aufstieg ist nur schwer möglich – ein Abstieg dagegen geht schnell.

Karte Opfermond

(c) Hauke Kock

Das Leben in Ghor-el-Chras

Wie lebt es sich nun in einer Stadt, in der soziale Gerechtigkeit ein Fremdwort ist? Die meisten Menschen dort leben nach der Devise „Leben oder Leben lassen“. Sie umgeben sich mit ihresgleichen, blicken selten über den Tellerrand hinaus und lernen, ihre eigenen Interessen über die der anderen zu stellen. Liebe, Freundschaft oder Empathie sind Luxus, den sich viele Menschen nicht leisten können, und machen Kalkül und Konkurrenzkampf Platz.

„Varek kannte beides: das Sha-Quai, in dem die Menschen jeden Tag um ihr Leben kämpften, und das Sha-Amin, in dem sie verlernt hatten, für irgendetwas zu kämpfen, von ihrem eigenen Ego abgesehen. Er konnte sich nicht entscheiden, was er abstoßender fand.“
– aus „Opfermond“

Lichtblicke

Trotz dieser feindseligen, düsteren Umgebung ist aber nicht alles schlecht in der Stadt des blutigen Gottes. Auch hier gibt es Menschen mit Herz und Verstand, starke Frauen, die sich ihren Weg an die Spitze kämpfen, oder einfache Leute, die lieber geben statt zu nehmen.

Im Laufe der Woche werde ich euch Varek und Idra vorstellen, die Protagonisten aus „Opfermond“. Beide sind auf ihre Weise Opfer des politischen Systems in Ghor-el-Chras geworden und haben ihren eigenen Weg gefunden, mit ihrem Los umzugehen. Teils auf konstruktive, teils auf eher zerstörerische Art.

Oh, und übrigens: Wir haben das große Glück, in einem freiheitlich-demokratischen Land zu leben, in dem wir uns über solche Probleme keine Gedanken machen müssen. Helft mit, das zu erhalten, und geht am 24. September zur Wahl, damit solche Parteien, die Feindseligkeit, Hass und Neid schüren, keine Chance bekommen, ihre Parolen zu verbreiten.


 

Habt ihr zuletzt Fantasy-Romane gelesen, deren politisches System euch fasziniert hat? Was daran fandet ihr spannend? Schreibt ihr vielleicht selbst und habt euch schon Gedanken über politische Systeme und gesellschaftliche Ideologien gemacht? Erzählt mir gern davon, ich bin gespannt.

Hier ist außerdem der Link zur Facebook-Veranstaltung für die Release-Woche.

Charaktere auf der Couch: #3 Varek

Die heutige Therapiesitzung wird für mich besonders anspruchsvoll, denn auf meiner Couch sitzt heute mein eigener verkorkster Protagonist. Varek ist Mitte dreißig, groß, kräftig gebaut mit markanten, harten Gesichtszügen und dunklen Augen, in denen eine bittere Melancholie liegt. Er gehört den „Unbestechlichen“ an, einem Orden von Auftragsmördern, doch glücklich ist er mit diesem Los nicht. Eigentlich hat Varek nämlich geschworen, Leben zu schützen statt zu beenden.

Varek, schön, Sie wiederzusehen. Sie sind lange nicht mehr hier gewesen.

Varek nimmt auf der Couch Platz. Seine Muskeln sind angespannt und in seinem Blick liegt eine tiefe innere Unruhe. Wozu auch? Mein Leben ist ein verdammter Trümmerhaufen, ich brauche keinen Seelenklempner, der mir das bestätigt. Wie soll mir eine wie Sie schon helfen können?

Wenn Sie ehrlich zu mir gewesen wären, hätte ich auch versuchen können, Ihnen zu helfen. Sie haben mir eine ganze Menge verschwiegen, damals.

schnaubt. Wundert Sie das? Ein Auftragsmörder, der sich im Dunkeln fürchtet – können Sie sich vorstellen, wie demütigend das ist?

Sie wissen, dass ich nicht nur davon spreche.

Sie meinen das Sharak? Er knurrt verächtlich. Ich bin nicht süchtig danach, das habe ich Ihnen schon Dutzende Male gesagt. Versetzen Sie sich mal in meine Lage, dann könnten wir sehen, was Sie für ein paar Minuten Ruhe oder Entspannung alles tun würden. Das bisschen Rauschkraut ist sicher das kleinere Übel.

Hm. Macht sich eine Notiz auf dem Klemmbrett. Wie häufig rauchen Sie es mittlerweile? Täglich?

Er strafft sich erbost. Unsinn. Nur hin und wieder. Manchmal.

Mit Nachdruck. Wie oft, Varek?

Seine Stimme wird lauter. Keine Ahnung, lassen Sie mich damit in Ruhe. Das Sharak lässt mich für eine Weile vergessen, wie verdorben mein Leben ist, wenigstens das könnten Sie mir gönnen.

Ich kann das nachvollziehen, glauben Sie mir, aber Sie wissen, dass dieses Zeug nur ein trügerischer Freund ist. Sie könnten ein paar echte Freunde brauchen.

Was Sie nicht sagen. Schnaubt verächtlich. Und woher soll ich die nehmen? Aus Holz schnitzen? In Ghor-el-Chras bin ich nichts weiter als Abschaum, keiner gibt sich mit mir ab, außer denen, die ich dafür bezahle. Geld schafft keine Freunde.

Wohl wahr. Selbstmitleid übrigens auch nicht.

Er springt auf die Beine, stützt die Arme auf den kleinen Tisch vor der Couch und fixiert die Therapeutin eindringlich. Haben Sie schon einmal einen Menschen getötet? Ihm in den Augen gesehen, während er starb? Wohl kaum. Sie haben keine Ahnung, was es bedeutet, zu töten, was es mit einem Menschen macht. Also tun Sie nicht so erhaben.

Schon gut, ich wollte Ihnen nicht zu nahetreten. Setzen Sie sich wieder, bitte.

Mit grimmiger Miene nimmt Varek Platz, immer noch angespannt, als müsse er sofort zum Sprung ansetzen. Meinetwegen. Aber kein Wort mehr über meine Tätigkeit und das Sharak, verstanden?

Seufzt. Verstanden. Dann sprechen wir über Ihr Problem mit der Dunkelheit. Treten diese Ängste durchgehend auf oder nur manchmal?

Vareks Blick schweift ins Leere, ein leises Zittern überläuft ihn. Unterschiedlich. Es wird schlimmer, wenn ich jemanden getötet habe, wenn mich die Schuld und der ganze Frust zerfrisst. Die Nächte danach sind grauenhaft. Überall dieses Flüstern, die Schatten, die nach mir greifen … Es schaudert ihn. Vor Jahren war es noch weniger heftig, ich habe das Gefühl, mit jedem Opfer wird es schlimmer.

Können Sie die Angst in Worte fassen? Was genau geht Ihnen dabei durch den Kopf?

Ich weiß nicht. Es ist, als wäre da jemand. Etwas. Unbeschreiblich, aber immer da, immer präsent. Etwas, das auf mich lauert, das nach Rache sinnt, das mir jeden vergossenen Blutstropfen heimzahlen wird. Seine Finger graben sich in die Sofakissen, er presst die Lippen zusammen. Gegen diesen Gegner kann selbst meine Klinge nichts ausrichten. Nur Licht hilft. Ein wenig.

Ich schätze, Ihnen ist klar, dass dort kein echter Gegner auf sie lauert, nicht wahr? Alles, was Sie bedroht, sind Ihre eigenen Gedanken.

Varek zuckt die Schultern. Und wenn schon – ich kann nichts dagegen tun. Die Angst ist einfach da. Ich fürchte den Tod nicht, im Gegenteil, aber diese Panik ist schlimmer als alles andere. Ich kann nicht einmal in Worte fassen, wovor ich mich fürchte. Vor mir selbst, vor der Kirche, vor meinen Gegnern …

Wissen Sie, was ich glaube? Ich glaube, Sie haben einfach Angst vor der Angst. Sie wissen, dass die Dunkelheit Beklemmung in Ihnen auslöst, also meiden Sie dunkle Orte, und falls Sie diese nicht meiden können, leben Sie in ständiger Sorge, dass Sie gleich in Panik verfallen könnten. Klingt das logisch für Sie?

Hm. Ja, ein wenig. Es ist aber mehr als das. Es geht … tiefer. Diese Angst. Er winkt ab. Das würden Sie nicht verstehen.

Wie Sie meinen. Sie haben vorhin erwähnt, die Ängste würden schlimmer, wenn Sie einen schlechten Tag haben. Vielleicht könnten wir da ansetzen. Was macht Ihnen denn Freude, wie könnte denn ein guter Tag für Sie aussehen?

Er blickt die Therapeutin mit einem Blick an, der pure Abscheu ausdrückt. Ein guter Tag? Er stößt ein freudloses Lachen aus. Sie machen sich über mich lustig, oder?

Mitnichten. Also, was könnte Ihre Stimmung aufhellen? Und sagen Sie jetzt nicht „gar nichts“, ich bin mir sicher, Ihnen fällt etwas ein.

Er seufzt. Meinetwegen. Ein Tag im Badehaus vielleicht, ein gutes Frühstück, ein Becher Kaffee, ein Besuch bei Bradhu in der „Traumhöhle“ …

Ähm, die Drogen lassen wir weg.

Verdreht die Augen. Meinetwegen. Sein Blick schweift in die Ferne und ein wehmütiger Ausdruck wird darin sichtbar. Wenn ich ehrlich sein soll … am liebsten würde ich die Stadt verlassen, wenigstens für eine Weile. Zurück in die Berge gehen, nach Irhassar, in meine Heimat. Den Wind zwischen den Felsen spüren, die majestätischen Bergkuppen bewundern, im Pirh nach Fischen jagen – wieder als Leibwächter arbeiten und nicht als Mörder. Er seufzt und senkt den Blick. Egal. Das wird immer ein Wunschtraum bleiben.

Wie sieht es mit Sozialkontakten aus? Haben Sie Freunde, mit denen Sie …

Jemand wie ich hat keine Freunde. Wir Unbestechlichen sind gut genug, um schmutzige Aufgaben zu erledigen, aber niemand würde auch nur eine Minute freiwillig in unserer Gegenwart verbringen oder mit mir sprechen.

Was ist mit ihrem Bruder?

Ein Zittern überläuft Varek, seine Mundwinkel zucken. Askar? Wir haben seit fünfzehn Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Er verachtet mich, genau wie alle anderen Mitglieder unserer Familie. Er ballt die Hand zur Faust. Verdammt, dabei habe ich dieses beschissene Los nur ihretwegen auf mich genommen! Um unsere Familienehre zu bewahren! Er seufzt. Askar hat das nie begriffen.

Sie wurden damals wegen eines Verbrechens verurteilt, nicht wahr? Würden Sie mir erzählen, was geschehen ist?

Nein. Mit Nachdruck stemmt er sich von der Couch auf.

Ich denke, es genügt für heute.

Varek, Sie sollten wirklich …

Vergessen Sie’s. Er tritt an die Tür und wirft noch einen letzten Blick über die Schulter. Sie können mir sowieso nicht helfen.


Opfermond_CoverZugegeben, Varek war nicht so gesprächig wie erhofft. Wenn ihr trotzdem ein bisschen neugierig geworden seid und wissen wollt, was es mit seiner dunklen Vergangenheit oder seiner düsteren Gegenwart auf sich hat, müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Opfermond erscheint im September als Ebook und im Oktober als Print im Mantikore Verlag. Auf Amazon könnt ihr das Print aber schon vorbestellen.

Seite des Mantikore-Verlags: http://mantikoreverlag.de/

 


InfokastenPhobie


Quelle:

Hamm, A. O. (2017). Spezifische Phobien, PSYCH up2date, 11, 223-238.
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0043-100487


Dieser Beitrag ist im Rahmen der Geburtstagsaktion von Magische Momente in der kleinen Bücherwelt entstanden und wird auch dort auf dem Blog erscheinen. Es freut mich, dass ich mitmachen durfte.


Wenn ihr Varek oder mich noch mit Fragen löchern wollt, nur zu. Ich freue mich auf eure Fragen, Anregungen oder Spekulationen.

Der nächste Sitzungstermin findet am 20. Juli statt, dort werdet ihr Kurt und seine Ehefrau kennen lernen, die im wahrsten Sinne des Wortes mit göttlichen Problemen zu kämpfen haben. Ihr dürft gespannt sein.

Für eine Übersicht über alle bisherigen Termine: Teaser: Charaktere auf der Couch

 

Frühstück in Ghor-el-Chras

Eine kulinarische Leseprobe aus „Opfermond“

Ja, ich gebe es zu – ich liebe Food Porn. Kulinarik spielt in all meinen Geschichten eine zentrale Rolle, denn mit Essen lässt sich eine ganze Menge ausdrücken: Charaktereigenschaften, gesellschaftlicher Status, kulturelle Besonderheiten, individuelle bzw. soziale Unterschiede und geographische Gegebenheiten.

Aus diesem Grund präsentiere ich euch heute auch eine ganz besondere erste Leseprobe von meinem Fantasy-Debüt „Opfermond“: eine Frühstücks-Szene zum Nachkochen.


 

Aus: „Opfermond“ von Elea Brandt

Als Varek nach einem ausgiebigen Bad auf den Balkon hinaustrat, sehnte er sich nach einer kräftigen Portion Kaffee. Das Gewitter hatte dampfige, schwülwarme Luft hinterlassen, die sich schwer auf Vareks Haut legte.

»Morn«, erscholl es unvermittelt. Idra grinste ihm entgegen und spuckte eine Mischung aus Fladenbrot und Honig über den Frühstückstisch. »Essen is verdammt gut.«

Varek hob eine Augenbraue, während er Platz nahm, und betrachtete seinen Gast. Idras Gesicht wirkte weniger geschunden, ihr Haar hing feucht auf ihre Schultern herunter und auch sonst machte sie einen ausgeruhten und entspannten Eindruck. Mehr als er selbst auf jeden Fall.

»Freut mich, wenn es dir schmeckt«, entgegnete er, während ihm Amysha Kaffee einschenkte.

»Was’n das da?« Idra deutete auf eine der Schalen. »Das is voll gut!«

»Hummus«, erwiderte Varek. »Kichererbsenbrei mit Olivenöl und Knoblauch.«

»Is der Wahnsinn!« Mit bloßen Händen fasste Idra in die Schale und nahm sich einen ganzen Batzen heraus.

»Nimm einen Löffel, verdammt!«

»Hm?« Sie hatte sich schon wieder ein Stück Fladenbrot in den Mund gesteckt und kaute intensiv.

»Du sollst die Sachen nicht mit den Fingern anfassen. Nimm einen Löffel dafür.«

»Hm.« Sie hatte Vareks Glas bemerkt und schnupperte interessiert daran. »Was is das?«

»Kaffee.«

»Darf ich?« Sie wartete Vareks Antwort nicht ab, sondern griff nach dem Glas – und verzog beim ersten Schluck angewidert das Gesicht. »Bah, das schmeckt ja eklig!«

Varek grinste. Nichts anderes hatte er erwartet. »Ist eben nichts für jeden.« Er selbst trank einen tiefen Schluck Kaffee und nahm sich eine gebackene Grießschnitte. Trotz Idras mieser Tischmanieren war es ein schönes Gefühl, einmal nicht allein auf diesem Balkon zu sitzen und wortlos seinen Kaffee zu trinken. »Hast du gut geschlafen?«

»Und wie!«, antwortete Idra. »So gut wie noch nie.«

»Wie geht’s deinem Rücken?«

»Hm, so lala. Hab was von der Salbe drauf getan, die mir dein Diener gestern noch gegeben hat, das hilft ganz gut. Gib mir das da mal!«

»Das?« Er tippte die Schale mit Rührei und Weißkäse an.

Idra nickte eifrig. »Ja!« Versonnen schaufelte sie sich einen Berg Ei auf den Teller und begann ihn gierig in sich hineinzuschlingen. Kaum zu glauben, was in eine so magere Person alles hineinpasst.

»Wenn wir gegessen haben«, meinte Varek, während er sich eine Dattel angelte, »müssen wir uns unterhalten. Du bist schließlich nicht zum Vergnügen hier.«

Idra grinste und offenbarte die Kräuterreste zwischen ihren Zähnen. »Ach was, bisschen Gesellschaft tut dir sicher ganz gut. Oder hast du irgendwo ne Frau und nen Haufen Kinder versteckt?«

Varek atmete tief durch und versuchte, das unangenehme Herzklopfen zu ignorieren. Das fehlte ihm nach dieser Nacht gerade noch. »Nein, habe ich nicht. Unbestechliche schwören Ehelosigkeit.«

»So’n Scheiß«, war Idras einziger Kommentar dazu. »Wieso?«

»Sie dürfen sich niemandem verpflichtet fühlen, auch einem Ehepartner nicht. Nur ihrem Auftrag – und dem Blutigen.«

»Na gut«, meinte Idra schulterzuckend. »Wenn man dafür so’n Haus und Sklaven und solches Essen bekommt, ist es das wert.«

Varek lachte bitter. »Wohl kaum.«

»Wieso?«

»Es geht nicht immer nur um Geld.«

»Das sagt nur jemand, der genug davon hat.«

Varek antwortete nicht. Er nahm nicht an, dass die Hure ihn verstehen würde.

Doch Idra ließ nicht locker. »Echt, ich kapier nicht, warum du so mies drauf bist. Bei dem Bett und dem Essen wär ich überhaupt nie mies drauf! Und dann das Bad!« Sie verdrehte genüsslich die Augen. »Und die Öle und das alles und die Sklaven …«

Varek umklammerte den Löffel in seiner Hand fester und schluckte die Wut mit Not hinunter. »Sei still.«

Idra verzog das Gesicht. »Was is denn jetz los?«

Varek atmete tief durch. Das dumme Gör hatte gut reden! Er würde jede Goldmünze, jeden Sklaven und vermutlich sogar jedes Frühstück eintauschen, um wieder ein freier Mann zu sein.


Na, hat euch die Textstelle ein bisschen neugierig gemacht? Der gesamte Roman wird im Oktober als Taschenbuch und etwa einen Monat vorher als Ebook erscheinen. Auf Amazon könnt ihr „Opfermond“ auch schon vorbestellen. Heute Nachmittag wird Varek auch noch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, da packe ich ihn nämlich auf meine Charakter-Couch.

Anschließend findet ihr übrigens die passenden Rezepte für euer eigenes orientalisches Frühstück – für alle, denen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft.

 



Hummus (3-4 Portionen)

1 große Dose Kichererbsen (800 g)
1 EL Sesampaste (Tahin)
Mind. 5 Knoblauchzehen
2 EL Knoblauchöl
2 EL Olivenöl
1 Messerspitze Sambal Oleg
Salz und Paprikapulver

Kirchererbsen abgießen, Flüssigkeit aber aufheben. Zutaten vermengen (inklusive einem Teil der Flüssigkeit) und im Mixer fein pürieren. Anschließend mit Salz und Paprikapulver abschmecken. Einige Kichererbsen zum garnieren aufheben.



Scharfes Rührei mit Weichkäse
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4 Eier
Kurkuma, scharfe Paprika, Kreuzkümmel, Salz
2 kleine Zwiebeln
1 Chilischote (entkernt)
100 g Fetakäse

Eier aufschlagen, vermengen und mit den Gewürzen verrühren. Zwiebeln klein hacken und in einer Pfanne mit ausreichend Öl anbraten, bis sie glasig sind. Chilischote entkernen, fein hacken und hinzugeben. Anschließend das Ei in die Pfanne geben und anbraten. Wenn das Ei zu stocken beginnt, Fetakäse in kleinen Würfeln hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.



IMG_20170611_144120_131Griesschnitten (2 Portionen)

125 g Weichweizengries
110 g Naturjoghurt
50 g Zucker
60 ml Pflanzenöl
2 EL geriebene Mandeln
1 Ei
Rosenwasser

Gries mit Joghurt, Zucker, Öl und Mandeln verrühren, dann 30-45 min stehen lassen, bis der Gries durchgezogen ist. Öl in einer Pfanne erhitzen und ein Ei in die Griesmasse schlagen und verrühren. Wenn die Pfanne heiß ist, Griesmasse in die Pfanne geben, anbraten, bis sie fest wird, und dann wenden. Die fertig gebratenen Griesschnitten mit Rosenwasser beträufeln und warm servieren.


Dieser Beitrag ist im Rahmen der Geburtstagsaktion von Magische Momente in der kleinen Bücherwelt entstanden und wird auch dort auf dem Blog erscheinen. Es freut mich, dass ich mitmachen durfte.